Wie viele Ausländer leben in der Schweiz?

Ende 2013 lebten 1937400 Ausländer in der Schweiz, was 23.8% der ständigen Wohnbevölkerung entspricht (> BfS).

Fast täglich wird in den Medien über die Umsetzung und die Konsequenzen der Masseneinwanderungsintiative berichtet. Dabei geht es natürlich auch immer um die Frage, ob in der Schweiz zu viele Ausländer leben. Ein Thema, dass uns schon seit der Gründung der Schweiz regelmässig beschäftigt. Aber was ist den überhaupt ein “Ausländer”? Viele MitbewohnerInnen sind in der in Schweiz aufgewachsen, sprechen Dialekt haben aber keinen Schweizer Pass und gelten offiziell deshalb als Ausländer. Eine grosse Anzahl Schweizer ist dagegen vor etlichen Jahren eingewandert, haben sich mehr oder weniger gut integriert, trotz etlichen Schikanen den Schweizer Pass erworben und werden trotzdem als Ausländer wahrgenommen, obwohl sie offiziell keine mehr sind. Die Frage, wie viele Ausländer in der Schweiz leben, lässt sich deshalb eigentlich nicht wirklich beantworten, sondern hängt davon ab, was man unter einem Ausländer versteht.

Das Bundesamt für Statistik hat wohl deshalb versucht, die Frage zu beantworten, wie gross der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist (siehe untenstehende Pressemitteilung). Die dabei angewanten Kriterien, funktionieren meiner Meinung dabei aber auch nicht wirklich richtig. Ich habe demnach keinen Migrationshintergrund, obwohl der Grossteil meiner Verwandschaft im Ausland lebt, einfach deshalb, weil ich in der Schweiz zur Welt gekommen bin und mein Vater einen Schweizer Pass hatte. Wäre mein Vater nicht Schweizer gewesen, auch wenn er in der Schweiz aufgewachsen wäre, wäre ich jetzt gemäss den Kriterien des BFS ein Schweizer mit Migrationshintegrund. Ich vermute deshalb, dass unter den Schweizerinnen und Schweizern noch viel mehr einen Migrationshintergrund haben.

Pressemitteilung BFS 22. Januar 2015

Bevölkerung nach Migrationsstatus
Ein Drittel der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund

Neuchâtel, 22.01.2015 (BFS) – Im Jahr 2013 hatten 2,4 Millionen der 6,8 Millionen in der Schweiz lebenden Personen ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Vier Fünftel davon kamen im Ausland zur Welt, während ein Fünftel in der Schweiz geboren wurde, jedoch im Ausland geborene Eltern hat. Ein gutes Drittel (35%) besass den Schweizer Pass. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger und verlangsamt die Alterung der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz. Diese und weitere Ergebnisse gehen aus einer Analyse des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Migrationsstatus der ständigen Wohnbevölkerung hervor.

Im Jahr 2013 waren 35 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren Personen mit Migrationshintergrund (2’374’000 Personen). Dabei handelt es sich um Personen, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden, sowie um ausländische und eingebürgerte Personen, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland zur Welt gekommen ist. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund umfasst mehrheitlich Personen der ersten Generation (28%), die übrigen (7%) gehören der zweiten Generation an.

Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (4’397’000 Personen ab 15 Jahren; 64%) setzt sich hauptsächlich aus gebürtigen Schweizerinnen und Schweizern (4’375’000), aus einigen eingebürgerten Personen (16’000) sowie aus Ausländerinnen und Ausländern der dritten oder höheren Generation (6000) zusammen.

Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst seit zehn Jahren
Im Jahr 2003 zählte die Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1,7 Millionen Personen und machte 29 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren aus. Dieser Anteil stieg bis 2013 um 6 Prozentpunkte auf 35 Prozent. 75 Prozent dieses Zuwachses in jenem Zeitraum waren auf die Zuwanderung zurückzuführen.

Bei den Personen der ersten Generation handelt es sich zu 71 Prozent um ausländische und zu 29 Prozent um schweizerische Staatsangehörige. In der zweiten Generation machen die Schweizerinnen und Schweizer 61 Prozent aus. Betrachtet man beide Migrationsgenerationen zusammen, so handelt es sich bei den meisten Schweizerinnen und Schweizern um Eingebürgerte. Die grössten Ausländergruppen bilden die Staatsangehörigen aus Italien, Deutschland (je 11% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ab 15 Jahren), Portugal (8%) und Frankreich (4%).

Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die 25- bis 50-Jährigen in der ersten Bevölkerungsgruppe im Vergleich zur zweiten in jedem Altersjahr übervertreten sind. Personen mit Migrationshintergrund waren 2013 durchschnittlich 44 Jahre und jene ohne Migrationshintergrund 49 Jahre alt. Innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund kamen auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) 16 Personen ab 65 Jahren. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund war dieses Verhältnis mehr als doppelt so gross (36 Personen ab 65 Jahren).

In den Kantonen Genf und Basel-Stadt hat die Mehrheit der Bevölkerung einen Migrationshintergrund
Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund variiert von Kanton zu Kanton. Während 35 Prozent der gesamtschweizerischen Bevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund aufweisen, beläuft sich dieser Anteil in den Kantonen Genf und Basel-Stadt auf 61 bzw. 51 Prozent. In den Kantonen Uri (14%), Appenzell Innerrhoden (16%) und Nidwalden (20%) ist der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund hingegen bedeutend geringer.

Drei von vier Kindern haben den Schweizer Pass
Die Mehrheit (90%) der 1’212’300 Kinder unter 15 Jahren wurde in der Schweiz geboren: Die 1’094’200 in der Schweiz geborenen Kinder haben somit keinen Migrationshintergrund oder gehören der zweiten Generation mit Migrationshintergrund an. Für die Analyse der 0- bis 14-Jährigen wurde nicht dieselbe Datenquelle wie bei der Bevölkerung ab 15 Jahren verwendet. Aufgrund des dort fehlenden Merkmals «Geburtsort der Eltern» kann bei den 0- bis 14-jährigen Kindern keine Typologie der Bevölkerung nach Migrationsstatus erstellt werden. Eine präzise Unterscheidung der Kinder bezüglich Migrationshintergrund ist somit nicht möglich. Die erste Generation kann jedoch bestimmt werden: 10 Prozent der in der Schweiz lebenden Kinder unter 15 Jahren wurden nämlich im Ausland geboren und gehören somit dieser Generation an. Drei Viertel aller Kinder unter 15 Jahren sind im Besitz des Schweizer Passes.

1,1 Millionen Haushalte mit Migrationshintergrund
In der Schweiz gab es 2013 über 3,5 Millionen Privathaushalte, wovon 32 Prozent (1,1 Millionen) einen Migrationshintergrund hatten. Bei knapp 5 Prozent handelte es sich um gemischte Haushalte mit/ohne Migrationshintergrund, d.h. einer der beiden Partner eines Paares (mit oder ohne Kind) oder mindestens eine Person eines Nichtfamilienhaushaltes oder eines anderen Haushaltstyps hatte einen Migrationshintergrund. 40 Prozent der 0- bis 14-jährigen Kinder lebten in einem Haushalt mit Migrationshintergrund. Dieser Anteil betrug bei den 0- bis 6-Jährigen 43 Prozent und bei den 7- bis 14-Jährigen 38 Prozent.

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Haushaltgeräte reparieren im Repair Café Köniz

Bei uns zu Hause haben in den letzten Monaten gleich mehrere Haushaltgeräte den Geist aufgeben. Da es recht umständlich ist, eine geeignete Stelle zu finden, um diese reparieren zu lassen, habe ich mich natürlich gefreut, als ich im Claro-Laden einen Flyer zum demnächst eröffnenden Repair-Café in Köniz gefunden habe. Leider werde ich wohl keine Zeit haben, schon am ersten Anlass am 28. Februar teilzunehmen, aber ich  habe mir die Daten jedenfalls schon mal in der Agenda reserviert.

Repair-Café Köniz

Repair-Café Köniz

Mehr Inforamtionen über das Repair-Café und zu den Veranstaltungsdaten gibt es hier.

Veröffentlicht unter Ausgehtipps Bern | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Phishing Email von ricardo

Heute habe ich ein wirklich gut gemachtes Phishing-Email erhalten, das vorgab von ricardo zu stammen. Glücklicherweise war es aber an die falsch E-Mail-Adresse gerichtet, so dass für mich klar war, dass mit diesem Angebot etwas nicht stimmen kann. Der Preis wäre ja auch etwas zu attraktiv gewesen, aber Gier macht ja bekanntlich auch blind.

Auf der Internetseite von ricardo wird denn auch schon vor diesem neuen Phishing-Versuch gewarnt. Wegen solchen Phishing-Versuchen klicke ich auch grundsätzlich nie auf die in den E-Mails enthaltenen Links sonder logge mich immer direkt auf der betreffenden Internetseite ein, um irgendwelche Angaben zu ändern.

Phishing Email Ricardo

Phishing Email im Name von ricardo Februar 2015

Veröffentlicht unter Internet | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Bern neu gründen – sollen die Gemeinden zur Stadtregion Bern fusionieren?

Gestern Mittwoch nahm ich an einem interessanten Workshop des Vereins “Bern neu gründen” statt. Anlass war die von ihm getragene Studie “Bausteine für die Stadtregion Bern”, welche zum Schluss kommt, dass eine Fusion möglichst aller Gemeinden der Stadtregion über das grösste Potenzial für die Zukunft verfügt (> mehr dazu hier).

Grundsätzlich teile ich die Einschätzung der Verfasser, dass eine grosse Gemeindefusion die besten Voraussetzungen schafft, um die Agglomeration Bern im Standortwettbewerb zu stärken und gleichzeitig, die Verkehrs- und Umweltprobleme zu lösen. Ich denke auch, dass in der Bevölkerung eine Mehrheit für ein solches vorhaben zu finden wäre, da sich die lokale Verbundenheit in den vergangenen Jahrzehnten doch sehr gelockert hat. Um die Stimmbürgerinnen vom Nutzen überzeugen zu können, müssen die Vorteile gerade was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft aber noch besser und konkreter dargestellt werden und die Wirtschaftsverbände müssen ebenfalls von der Fusion überzeugt sein und diese fordern.

Damit eine Fusion zur Stadtregion Bern dann auch tatsächlich den versprochenen Nutzen bringt, reicht es meiner Meinung nach aber nicht, wenn nur die Gemeinden rund um Bern fusionieren. Belp mit dem Flugplatz muss sicher auch dabei sein, und damit beim Bauland  wirklich genügend Flexibliltät besteht, müsste der Radius bis Münchenbuchsee/Urtenen-Schönbühl im Norden und Worb im Osten reichen. Zum Vergleich: Mittelhäusern und Thörishaus in der Gemeinde Köniz liegen auch nicht weiter weg vom Bahnhof Bern als diese Ortschaften.

Weiter muss die Stadtregion Bern finanziell weitgehend unabhängig von kantonalen Beiträgen sein, was neue Regeln für den Finanz- und Lastenausgleich im Kanton Bern erfordert. Wenn nicht de iure so sollte eine Stadtregion Bern doch de facto wie ein Halbkanton funktionieren können, um wirklich dynamisch sein zu können. Der Strassenverkehr mit Aussnahme der Nationalstrasse und der öffentliche Nahverkehr, die kulturellen Institutionen und vielleicht auch die Volksschule sind durch die Stadtregion selbst ohne kantonale Beiträge zu finanzieren. Dafür darf sie das Angebot, dann aber auch selber nach ihren Bedürfnissen festlegen. Die Prozesse würden so wesentlich vereinfacht und Verantwortung und Kompetenzen wären näher beieinander.

> Bern neu gründen

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Pyramide auf dem Neuhausplatz

Pyramide Neuhausplatz

Pyramide Neuhausplatz

Seit Samstag steht auf dem Neuhausplatz eine Pyramide. Sie ist  ein Überbleibsel des Designers Saturday in Langenthal und stand dort bis Ende Januar auf dem Wuhrplatz (Artikel BZ). Sie erinnert mich ein bisschen an eine Schneeflocke und mit der nächtlichen Beleuchtung auch ein bisschen an die Tanne mit der Weihnachtsbeleuchtung, welche dem Neubau weichen musste.

Pyramide Neuhausplatz

Pyramide Neuhausplatz

 

 

Veröffentlicht unter Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar