Hochpreisinsel Schweiz – Gewerbeverband contra Stiftung für Konsumentschutz

Dem Gewerbeverband stösst das Engagment der Stiftung für Konsumentenschutz sauer auf, da sich diese auch für tiefere Preise einsetzt und dazu Vergleiche mit dem Ausland anstellt. Auch ich bin kein Freund des Einkaufstourismus, da mit dem Ladensterben auch unsere Ortszentren verarmen. Leider ist es aber so, dass die höheren Preise in der Schweiz nicht nur mit höheren Löhnen begründet werden können (Mehrwertsteuer und Sozialabgaben sind ja dafür tiefer als in den Nachbarländern), sondern sie hängen auch damit zusammen, dass die Herrsteller bewusst die Kaufkraft in der Schweiz abschöpfen wollen, was den Gewerbeverband offenbar nicht kümmert. Das wäre anders, wenn die Schweiz Mitglied in der EU wäre.

Manchmal ist der Ärger beim Konsumenten aber auch hausgemacht. Vor den Sommerferien wollte ich für das Anti-Mücken-Armband von Parakito Ersatzplättchen kaufen. In der Apotheke musste ich für 1 Set mit 2 Plättchen sage und schreibe fast 16 Franken bezahlen.  In Frankreich fand ich dasselbe Produkt in einer Apotheke in Metz für nicht einmal 5 Fr und habe mich dann natürlich gleich mit einem Vorrat eingedeckt. Wieder zurück in der Schweiz entdeckte ich dann zufälligerweise noch, dass auch die Landi Parakito im Angebot hat, und dort die Nachfüllpackung für etwa 8 Franken angeboten wird, was ich für einen noch knapp akzeptablen Preis halte. In diesem Fall ist die Hochpreisinsel also selbst verschuldet und der Gewerbeverband muss sich wirklich nicht wundern, wenn die Konsumenten unter diesen Umständen auch im Ausland einkaufen.

Den Parakito-Mückenschutz kann ich vor allem zum Schlafen übrigens sehr empfehlen, auch wenn er nicht gerade billig ist. Als Ganzkörperschutz im Freien eignet sich das Produkt aber kaum. Auch die Bloggerin Bine scheint mit Parakito positive Erfahrungen  gemacht zu haben.

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Landguet Ried – ideal für Familienfeste mit vielen Kindern

Landguet Ried

Landguet Ried

Gestern haben wir im Landguet Ried bei Niederwangen zwei runde Geburtstage gefeiert. Weil dazu auch viele Familien mit Kindern eingeladen waren, hatten wir eine Ort gesucht, der neben gutem Essen auch viel Platz für die Kinder zum Spielen hat und im früheren Knabenheim Auf der Grube bzw. Schulheim Ried, welches seit zwei Jahren als vor allem als buddhistisches  Kurs- und Begegnungszentrum betrieben wird, gefunden.

Neben den schönen Häusern des Landgutes erstreckt sich eine unglaublich grosse, autofreie! Grünanlage mit Spiel- und Sportplatz, Sandkasten und Tennistisch, wo sich die Kinder den ganzen Tag austoben und vertörlen konnten, statt mit uns langweiligen Erwachsenen drinnen an den Tischen zu sitzen. Hätte es geregnet, hätten die Kinder stattdessen die hauseigene Turnhalle benutzen können! An Kinderfreundlichkeit kaum mehr zu übertreffen! Die Spielsachen haben wir selber mitgenommen.
Für uns Erwachsene war es aber natürlich auch sehr wichtig, dass das vegetarisch-tibetanische Essen, welches frisch zubereitet wird, ausgezeichnet geschmeckt hat. Auch als Organisatoren des Festes wussten wir nicht genau, was uns diesbezüglich erwarten würde, und waren deshalb umso mehr zufrieden. Der Betrieb ist eigentlich alkohlfrei, aber wir durften gegen ein Zapfgeld unseren eigenen Wein mitbringen. Sehr lecker ist übrigens auch die alkohohlfeie Lychee-Bowle, welche es zum Apéro gab. Es wäre schön, wenn es dem Landguet Ried mit der Zeit gelingen würde, einen regelmässigen Restaurantbetrieb zu organisieren, so dass wir auch sonst einmal dort essen gehen können. Bis es soweit ist, empfehle ich es gerne als idealen Ort für Familienfeiern und andere Feste mit und ohne Kinder weiter.

> Landguet Ried

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Test Stadtplan und Reiseführer App für Bern – CityMaps2Go

App Citymaps2go von Ulmon.com

App Citymaps2go von Ulmon.com

Die deutschsprachige Reisführer-App “CityMaps2Go” von Ulmon lädt auf Wunsch das Kartenmaterial von rund 6700 Städten auf Ihr Smartphone und erlaubt den Zugriff auch ohne bestehende Internetverbindung. Gleich beim Download der Karten kann man bei der Bezahlversion (nur 2 Fr.) die Funktion “Wiki Plus” aktivieren und erhält neben dem reinen Kartenmaterial auch gleich alle für die Region relevanten Wikipedia-Artikel – inklusive Bildmaterial. Ich habe die Karten und Artikel für Bern getestet und das Resultat ist etwas zwiespältig ausgefallen.

Zu vielen Sehenswürdigkeiten erhält man sehr ausführliche Informationen, bei mindestens einer ist der Inhalt aber falsch (z.B. beschreibt der Artikel zum Einsteinhaus nicht das Einsteinhaus in Bern sondern jenes in Caputh, wo immer das liegt) oder sie fehlen gar ganz, wie z.B. das Berner Rathaus, was mich als ehemaligen Grossrat natürlich schon etwas trifft. Besonders mühsam ist aber, dass man den Icons und Namen auf der Karte nicht ansieht, ob dazu ein Wikipedia-Artikel verlinkt ist. Zu gewissen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Kindlifresser-Brunnen gibt es zwar einen Wikipediaartikel, welcher auch mit der Karte verlinkt ist, auf der Karte selber ist er nicht eingezeichnet.

Die Karte, welche die gesamte Region Bern abdeckt, entstammt dem Projekt OpenStreetMap und wartet mit vielen Points of Interests auf. Auch das Finden von Restaurants, Parkplätzen, Hotels oder Museen gelingt damit problemlos. Häufig sind zudem die Öffnungszeiten und Webadressen angegeben, was sehr praktisch ist. Zentral bei der App  ist die sehr gute Suchfunktion, über welche man sowohl auf die Stelle auf der Karte wie zu den Wikipediaartikeln findet. Einziger Nachteil ist, dass die Karte etwas langsam im Aufbau ist.

Insgesamt finde ich das App dennoch gut und werde es auch bei meinen Besuchen in anderen Städten nutzen. Und vielleicht wird bei einer zukünftigen Aktualisierung auch das Berner Rathaus aufgeführt.

> Ulmon

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Test App Bern Map and Walk – kostenloser Reiseführer und Stadtplan für Android und iOS

App Map and Walks Bern - Reiseführer und Stadtplan

App Map and Walks Bern – Reiseführer und Stadtplan

Die App “Bern Map und Walks” von GPSmyCity.com – nur auf Englisch erhältlich – hat ein schönes Design und die meisten Sehenswürdigkeiten sind mithilfe von gekürzten Wikipedia-Texten kurz beschrieben. Dafür fehlen Angaben zu den Öffnungszeiten. Die vorgeschlagenen Touren gleichen allerdings eher lieblos zusammengestellten Listen von Sehenswürdigkeiten und sind nicht wirkliche Touren um Bern zu entdecken. Die Stadtkarte deckt praktischerweie auch die weitere Umgebung ab, ist schnell, GPS -Funktionalität ist vorhanden und sie hat auch eine sehr gute Suchfunktion, die allerdings zwischen den Icons am oberen Bildrand etwas versteckt ist. Es können verschiedene thematische Icons – Points of Interest -eingeblendet können, die aber ausser dem Namen keine zusätzlichen Informationen bieten. Die Vernetzung der Wikipedia-Texte der Touren mit der Karte gibt es nur bei der Bezahlversion, was etwas umständlich macht, wenn man mehr über ein Gebäude erfahren will, vor dem man steht. Für spielerische Veranlage oder Sammler: Wer will kann eigene Fotos zu den Sehenswürdigkeiten aufladen und besuchte Sehenswürdigkeiten abhaken, was mittels der GPS-Funktionalität kontrolliert wird. Alles in allem ein ganz brauchbares App für einen kurzen Besuch, wenn es auch keinen richtigen Reiseführer ersetzen kann.

> GPSmyCity.com

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Containerschiff statt Hafenkran

KVA Bern - Energiezentrale Forsthaus EWB

KVA Bern – Energiezentrale Forsthaus EWB

Zürich hat einen Hafenkran, Bern hat eine Hochseeflotte. Beim heutigen Besuch der neuen Berner Kehrrichtverbrennungsanlage (KVA) bzw. Energiezentrale Forsthaus am Rand des Bremgartenwaldes, habe ich erfahren, dass das imposante Gebäude von den Architekten als Containerschiff konzipiert wurde. Und tatsächlich lassen sich auf einer Luftaufnahme gut die verschiedenen Teile wie Rumpf, Brücke, Kamin, Container und Landungssteg und im Innern auch Bullaugen erkennen (Bild siehe Bild auf auraonline.ch)  Die hässliche Asphaltpiste neben dem Bau gleicht ja auch einem Pier. Im Gegensatz zu Containerschiffen auf der Hochsee ist das KVA -Dampfschiff von EWB aber vorbildlich, was den Umweltschutz betrifft. Dank modernsten Abgasreinigungsanlagen kann unser Kehrricht mit sehr geringen Schadstoffemissionen verbrannt und die darin enthaltene Energie mittels einer Dampfturbine für die Stromproduktion oder als Fernwärme genutzt werden. Eine Führung ( Fr. 15.- für Erwachsene) durch diese Hightechanalge kann ich allen nur empfehlen. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche bis und mit 16 Jahren in Begleitung von Erwachsenen gratis.

> EWB

Energiezentrale Forsthaus EWB - Nordseite

Energiezentrale Forsthaus EWB – Nordseite

"Beautiful Walls  #25", Sabina Lang / Daniel Baumann, Energiezentrale Forsthaus, 2013

“Beautiful Walls #25″, Sabina Lang / Daniel Baumann, Energiezentrale Forsthaus, 2013

 

 

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