“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

1. Nationaler Home Office Day

Am 18. Mai 2010 ist der 1. Nationale Home Office Day der Schweiz! Zuerst habe ich mich gefragt, was das denn sei, als ich ein Email gelesen habe, dass mich auf diesen Anlass aufmerksam gemacht. Ich habe dann gemerkt, dass es um das Arbeiten von zu Hause aus geht, etwas also, was früher Teleworking genannt wurde.
Der 1. Home Office Day der Schweiz am 18. Mai 2010 soll Unternehmen, Angestellte sowie selbstständig Erwerbende zu einem Umdenken veranlassen und motivieren, an diesem Tag und darüber hinaus öfter von zu Hause die Geschäftsaufgaben zu erledigen. Wie bei allem, was sich nicht so recht durchsetzen will, wird auch hier nach einer Weile unter einem neuen Begriff ein Neustart versucht.
Das Arbeiten von zu Hause hat angeblich zahlreiche Vorteile:
  • 30 % mehr Produktivität: Bei der Arbeit von zu Hause aus gibt es weniger Unterbrechung und demzufolge eine höhere Konzentration und Produktivität.
  • Lebensqualität: Das Arbeiten von zu Hause steigert die Lebesqualität der Mitarbeitenden und führt zu einem Motivationsschub mit fünf langfristigen Effekten: geringerer Krankenbestand, höhere Arbeitsqualität, Verlässlichkeit in der Arbeit, Loyalität zum Unternehmen
  • CO2-Reduktion durch wegfallenden Pendlerverkehr
  • Zeitgewinn durch wegfallenden Arbeitsweg

Für mich klingt das zu schön, um wahr zu sein. Ungestört arbeiten kann ich zu Hause sicher nicht, da ich von den Kindern regelmässig gestört würde. Home Office ist wohl eher etwas für Singles oder Eltern, wo mit (fast) erwachsenen Kindern, oder die Kinder sind diesen Tag ohnehin familienextern betreut.

Auch beim Umweltnutzen bin ich mir nicht so sicher. Ich befürchte eher, dass dies dazu führt, dass die Leute noch weiter vom Arbeitsort weg wohnen, da sie nicht jeden Tag ins Büro müssen. Da dies aber trotzdem regelmässig nötig ist, kompensieren die längeren Distanzen möglicherweise die eingesparten Kilometer an den Home Office Tagen. Voraussetzung ist auch, dass das Büro zu Hause sowieso zur Verfügung steht, sonst müsste man hier auch noch Enerige für das Heizen und die graue Energie für den Bau des Büro rechnen.

Mehr Teilzeitarbeit finde ich wesentlich sinnvoller. Die Zeit zu Hause steht dann für die Familie und den Haushalt zur Verfügung.

Wie üblich sehr fundiert hat sich auch die Augenreiberei in einem Blogartikel mit dem Home Office Day auseinandergesetzt.

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