“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Albert Anker, Edward Burne-Jones und Chantal Michel im Kunstmuseum Bern

 

Albert Anker, Mädchen die Haare flechtend,1887,  Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur

Albert Anker, Mädchen die Haare flechtend,1887, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur

Das vergangene Wochenende war wieder nassregnerisch und nach einigem Verhandeln haben mir die Kinder einen Besuch der beiden aktuellen Ausstellungen “Albert Anker  – Schöne Welt” und “Edward Burne-Jones – Das irdische Paradies” im Kunstmuseum Bern zugebilligt.
Die beiden Ausstellungen haben bei mir zwar nicht grosse Aha-Erlebnisse hervorgerufen, aber besuchenswert finde ich sie allemal. So schnell wird man jedenfalls nicht mehr eine so umfassende Ausstellung des Werkes von Albert Anker zu Gesicht bekommen. Faszinierend fand ich auch die Möglichkeit vergleichen zu können, wie die beiden fast gleichzeitig tätigen Künstler auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Änderungen ihrer Zeit regiert haben. Burne-Jones flüchtet sich in eine idyllisierte Sagenwelt. Auch Anker scheint sich in eine ”heile”, vorindustrielle Welt zu flüchten, wählt dabei aber realistische Motive aus der Gegengewart. Immerhin kann man in verschiedenen Bildern auch subtile Kritik an den Verhältnissen ablesen.  Bei beiden spielt bei der Motivwahl sicher auch eine Rolle, für welche Art Bilder überhaupt zahlungskräftige Kundschaft vorhanden war. Was mich bei Anker trotzdem erstaunt, dass er, der für eine Legislatur sogar Mitglied des Grossen Rates war, die für das Seeland so entscheidende 1. Juragewässerkorrektion in seinen Werken überhaupt nicht thematisiert. Selbst für ihn müsste dieses technische Riesenwerk doch sehr eindrücklich gewesen sein.

Edward Burne-Jones, Das Schreckenshaupt, 1885–1887, (Ausschnitt), Staatsgalerie Stuttgart

Edward Burne-Jones, Das Schreckenshaupt, 1885–1887, (Ausschnitt), Staatsgalerie Stuttgart

Ebenfalls gut gefallen haben mir die Videoinstallationen von Chantal Michel in welchen sie sich mit dem Werk von Albert Anker auseinandersetzt. Am Sonntag liessen mir die Kinder allerdings ein bisschen zu wenig Zeit, um die Videos in ruhe mit den Gemälden vergleichen zu können. Ein weiterer Besuch ist angesagt, am besten einem der drei verbleibenden Sonntage mit Kinderworkshop, welcher parallel zur öffentlichen Führung stattfindet.  Die Kinder betrachten Bilder in der Ausstellung und gestalten im Atelier ein eigenes Werk.

Sonntag, 30. Mai, 10h30 – 12h
Sonntag, 6. Juni, 10h30 – 12h
Sonntag, 27. Juni, 10h30 – 12h

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