“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Budget 2012 und Spardebatte im Grossen Rat

Heute morgen haben uns die Schülerinnen der BFF Bern und der Schlossbergschule Spiez auf eindrückliche Weise gezeigt, was sie während ihrer Ausbildung gelernt und geschaffen haben. Wegen den von der bürgerlichen Mehrheit im Frühling beschlossenen aber nicht  finanzierten Steuersenkungen sollen nämlich 45 der 90 Ausbildungsplätze gestrichen werden, damit das Budget den Anforderungen der Schuldenbremse genügt.

Gestern haben Lehrer Sparlampen verteilt, um gegen die Streichung von Unterrichtslektionen in der Volkschule zu protestieren. Gegen verschiedene andere vorgeschlagene Sparmassnahmen wurde per E-Mail oder per Brief mobilisiert. Schon während der letzten Session haben die Studentschaften der Universität und der Fachhochschule an einer Mittagsveranstaltung dargelegt, weshalb die Erhöhung der Studiengebühren für sie nicht tragbar ist.

Die seit gestern laufenden Diskussionen zu den verschiedenen Sparanträgen und zum Budget sind recht gehässig. Den meisten Sparmassnahmen werde ich zwar mit Unwillen zustimmen, was für mich aber nicht in Frage kommt, sind die Sparmassnahmen im Bildungsbereich, egal ob es sich um Schullektionen, Ausbildungsplätze oder Studiengebühren handelt. Hier geht es nicht nur um die Zukunft unserer Kinder, sondern um die Zukunft von uns allen. Nur mit einer gut ausgebildeten Bevölkerung kann der Kanton Bern seinen Wohlstand halten.

Die wegen der Steuersenkung erzwungenen Sparmassnahmen zeigen, wie der unsinnige Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen die Fundamente unserer Gesellschaft schleichend untergräbt. Die USA sollten uns diesbezüglich ein warnendes Beispiel sein.

Nächstes Jahr haben die Berner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger glücklicherweise Gelegenheit, die zu hohen Steuersenkungen zumindest teilweise rückgängig zu machen, indem sie der Initiative “Faire Steuern Für Familien” und dem Grossratsvorschlag bei der Motorfahrzeugsteuer zustimmt.

 

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