“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Der Steuerwettbewerb und die Geiz ist geil-Mentalität

Haus Niederöst Schwyz

Noch sind keine zwei Monate seit der Abstimmung über die Steuergerechtigkeitsinitiative vorbei und schon kann man in der Zeitung über ein besonders trauriges Beispiel der Folgen des Steuerwettbewerbs und der grasierenden Geiz-ist-geil-Mentalität lesen:

Das abgebaute, über 800 Jahre alte Haus «Nideröst» aus Schwyz wird in den nächsten Jahren nicht wieder aufgebaut. Aus finanziellen Gründen verzichtete der Tierpark Goldau, wo das Haus gelagert wird, auf einen Aufbau. Der Kernbau des Nideröst-Hauses geht auf die Jahre 1175/76 zurück. Es ist somit das vermutlich  älteste Holzhaus Europas. Die zweigeschossige Konstruktion mit dem flachen «Tätschdach» ist typisch für ein mittelalterliches Wohnhaus der Region.

Das Haus stand in Schwyz und musste einem Neubau weichen. Es wurde 2001 nach Auseinandersetzungen zwischen Denkmalschützern und den Eigentümern unter wissenschaftlicher Aufsicht abgebaut. Ein Wiederaufbau an einem neuen Standort scheiterte am nötigen Kapital. 2005 schenkte der Kanton die Balken dem Tierpark Goldau, wobei er klar machte, dass er sich nicht an einem Wiederaufbau beteiligen würde. Der Tierpark rechnete damit, für 850’000 Franken das Haus wieder aufbauen und dem Publikum zugänglich machen zu können. Die Kosten jedoch deutlich höher zu stehen kommen. Der Zustand der Balken habe sich zwischenzeitlich verschlechtert, sagte sie. Es müssten sehr viele Teile ausgewechselt und praktisch ein neues Haus gebaut werden. Die Einzelteile blieben aber eingelagert.

Es stimmt mich  traurig und  es ärgert mich, wenn  ich sehe,  wie der Steuerwettbewerb zunehmend unser kulturelles Erbe  gefährdet, wenn nicht einmal der Tiefsteuerkanton Schwyz mit seinen Millardären genug Geld haben will, um ein so einmaliges Gebäude für die Nachwelt zu bewahren.

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