“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) warnt: Ausschaffungsinitiative ist auch gegen die Sozialhilfe gerichtet

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) legte an einer Medienkonferenz in Bern ihre Gründe dar, weshalb sie den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Ablehnung der sogenannten Ausschaffungsinitiative und die Annahme des Gegenvorschlags empfiehlt.  Eine ausländische Person, die missbräuchlich Sozialhilfe bezieht, soll gemäss Initiative ausgewiesen werden. Damit wird die aktuelle Missbrauchsbekämpfung torpediert. Denn angesichts dieser Konsequenzen für die Betroffenen samt ihrer Angehörigen würde eine Sozialbehörde wohl kaum Anzeige erstatten. 

Für die SVP-Initianten steht der Sozialhilfemissbrauch auf derselben Stufe wie vorsätzliche Tötung, Vergewaltigung, schwere Sexualdelikte oder Menschenhandel. Die Initiative verletzt damit sowohl Bestimmungen des Freizügigkeitsabkommens mit der EU wie auch solche des Völkerrechts. 

Aus diesen Gründen empfiehlt die SKOS ein Nein zur Initiative. Im Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament sollen inbezug auf den Sozialhilfemissbrauch nur jene Personen ausländischer Herkunft ausgewiesen werden, deren Taten strafrechtlich relevant waren und die zu einer rechtskräftigen Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe von über 18 Monate geführt haben. Aus taktischen Gründen, d.h. um die Initiative zu verhindern, empfiehlt die SKOS, diesem Gegenvorschlag zuzustimmen.

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