“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Ein Berner Namens Ivar Blank ist stolzer Besitzer einer Privatbank

(Quelle: toonpool.com)

Ein Berner namens Ivar Blank

ist stolzer Besitzer einer Privatbank.

Von der Steuerhinterzieher ihrer Kunst

hat er dennoch keinen blassen Dunst.

Auch wäscht Ivar gar nicht gerne,

und flüchtige Millionäre kennt er nicht mal von Ferne.

Spricht nicht Russisch, Italienisch oder Amerikanisch,

und Französisch kommt ihm vor wie Spanisch.

Hochdeutsch kann er knapp Radebrechen,

doch Ivars wahre Schwäche ist das Rechnen.

 

Da kommt der Dichter ins Sinnieren,

wie kann eine solche Privatbank denn rentieren?

 

Des Rätsels Lösung ist,

Nicht in St. Gallen, Zürich oder Genf ist Ivars Bänkleins Sitz

Nein, es steht – wie könnt es anders sein? -

am Gurten, diskret versteckt am Ende von einem Wegelein.

Gebaut ist es mit Holz aus Not an Stein

und lädt Ivar am Sonntag zum Verweilen ein.

Und weil Ivar auf seiner Bank sein z’Vieri gern allein isst

Bleibt des Bänkleins Standort sein ganz privates Bankgeheimnis.

 

 

 

 Am 27. Januar 2012 gab die Bank Raiffeisen überraschend bekannt, dass nun offiziell im Schwarzgeldgeschäft mitmischen will und den grössten Teil der bedrängten Privatbank Wegelin & Co übernimmt. Das Nicht-US-Geschäft soll unter dem Namen Notenstein weitergeführt werden.  Friedrich Wilhelm Raiffeisen würde sich wohl im Grab rumdrehen, wenn er davon erfahren würde, und ich muss mich dringend mal erkundigen, wie weit man als Genossenschafter von Raiffeisen mithaftet, falls es auch mit dieser Bank den Bach runter geht.

Nachtrag vom 14. März 20112: Immerhin muss man Pierin Vincenz, dem obersten Chef der Raiffeisengruppe, zu Gute halten, dass er sich seit Neuestem für den automatischen Informationsausstausch einsetzt, was im Gegensatz zu anderen vorgeschlagenen Lösungen, ja nun wirklich ein einigermassen wirksames Instrument gegen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung ist.

 

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