“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Keine Angst vor dem Hochhaus!

Tscharnergut Bern

Im Kornhausforum läuft bis am 6. Februar noch die Ausstellung “Leben im Hochhaus – Leben mit dem Hochhaus“, welche das vom Verein Region Bern entwickelte “Regionales Hochhauskonzept Bern”  (PDF) vorstellt. Ich fand die Ausstellung zwar etwas entäuschend, dass das Thema Hochhäuser aber wieder aufgegriffen wird ist richtig und wichtig. Wenn Architektur und Standort übereinstimmen, können auch in der Agglomeration Bern Hochhäuser gebaut werden, welche die städtische Landschaft bereichern. Ein geglücktes Beispiel sind die drei rötlichen Hochhäuser am Rand des Könizbergwaldes an der Holligenstrasse im Fischermätteli (streetview). Quartiere wie Wittigkofen oder das Tascharnergut finde ich nicht nur ästhetisch gelungen. Dank ihren grossen, zusammenhängenden autofreien Flächen sind sie auch sehr kinderfreundlich.

Einmalig fand ich auch immer die Einfahrt in den Frankfurter Hauptbahnhof, mit seiner prächtigen Hochhauskulisse. Unglaublich war die Aussicht vom World Trade Center auf New York. Eindrücklich ist aber auch die Kulisse, wenn man sich auf dem Velo  auf der Murtenstrasse von Frauenkappeln her kommend rasant dem Gäbelbachquartier nähert (streetview).

Die Ausstellung fand ich deshalb enttäuschend, weil sie keine Auskunft über mögliche ökologische und ökonomische Vor- oder Nachteile gab. Ist der Kulturlandverbrauch, nicht der Landvebrauch, bei Hochhäusern tatsächlich geringer? Wie sieht der Energieverbrauch von Hochhäusern aus? Erlauben Hochhäuser günstigeres Bauen?

Der Bau von Hochhäusern darf kein Tabu mehr sein. Es ist schade, dass das Projekt am Aareübergang in Hinterkappelen in der Volkabstimmung abgelehnt wurde. Dem geplanten Hochhaus in Wabern (Überbauung Bächtelen) droht wohl ein ähnliches Schicksal. Hoffentlich löst die Abstimmung dazu wenigstens eine fruchtbare Diskussion aus.

Nachtrag 4. Februar 2010:

Die Gemeinde Köniz organisiert im Zusammenhang mit der Abstimmung zur Planung Bächtelen am 18. Februar ein Forum und zeigt die Ausstelung des VRB im Lichhof:

Forum Köniz: Donnerstag, 18. Februar 2010, 19 Uhr, Lichthof Gemeindehaus, Landorfstrasse 1, 3098 Köniz. Die Veranstaltung ist öffentlich, Eintritt frei. Einführung ins Thema durch Gemeindeplaner Thomas Furrer. Unter Leitung von Beatrice Born, Journalistin Schweizer Radio DRS2, diskutieren anschliessend:

  • Hans Widmer, Investor;
  • Anna Mäder, Mitglied Parlament Köniz, SP, Komitee „Pro Überbauung Bächtelenacker“
  • Klaus Kilchenmann, Alt Grossrat, FDP, Komitee „Kein Klotz in Kleinwabern“
  • Marc Wehrlin, Berner Heimatschutz, Präsident Regionalgruppe Bern

Ausstellung Hochhaus: Mit dem vom VRB Verein Region Bern entwickelten Regionalen Hochhauskonzept Bern steht Gemeindebehörden, Planern, Architekten und Investoren ein Instrumentarium zur Verfügung, das ihnen bei künftigen Planungen von Hochhausprojekten als Arbeitsgrundlage dienen soll. Die Ausstellung im Gemeindehaus Köniz verschafft Einblick in das Hochhauskonzept der Region Bern. 9. Februar – 2. März, zugänglich während Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung, Lichthof Gemeindehaus, Landorfstrasse 1, 3098 Köniz.

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1 comment to Keine Angst vor dem Hochhaus!

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