“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Wo endet die Stadt? - Ausstellung im Kornhausforum Bern

ehem. Bushaltestelle "Gemeindegrenze" zwischen Köniz und Bern

Heute Abend habe ich die Gelegenheit genutzt und die neue Ausstellung “Wo endet die Stadt” im Kornhausforum besucht, die zum Nachdenken über Entwicklung , Grenzen und Gemeinsamkeiten anregt. 

Politische Grenze und städtischer Raum, so der Untertitel, dokumentiert die Ausstellung im Kornhausforum am Beispiel der Region Bern. Die Ausstellung zeigt, wie der Stadtraum seit Beginn des 20. Jahrhunderts gewachsen ist und ab den 1960er-Jahren auch die Gemeinden in der Agglomeration, bis dass die Vororte der Stadt selber Städte wurden. Unterdessen ist die Region Bern zu einem einzigen städtischen Raum zusammengewachsen. Zentraler Teil der Ausstellung ist eine Reihe mit 15 grossformatigen, wunderschönen Fotografien des Stadtrands, die Dominique Uldry während eines Jahres der politischen Grenze der Stadt Bern entlang aufgenommen hat. Eine Bildstrecke der Fotorgrafien ist auf der Webseite des Bund zu sehen. Interessant auch die historischen Zitate zu den fast ausnahmslos gescheiterten Fusionsbemühungen in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Auch damals scheint sich die Diskussion vor allem ums Geld gedreht zu haben.

Auf dem Weg nach Hause ist mir dann die ehemalige Haltestelle “Gemeindegrenze” der Buslinie 10 zwischen Bern und Köniz wieder in den Sinn gekommen, an die noch der Sockel des Billetautomaten erinnert. Von der Strasse her betrachtet sieht man nur die Tafel “Gemeinde Europas”, welche doch sehr schön anzeigt in welchem Umfeld sich unsere Gemeinden heute positionieren müssen, die Grenze zwischen den beiden Gemeinden dagegen ist optisch verschwunden. Ein Thema der Ausstellung ist auch Architektur und Städtebau. Hiezu liefert obiger Standort zwar ein schönes Beispiel für verdichtetes Bauen (hinter der Lärmschutzmauer) aber gleichzeitig leider auch ein völliges Versagen betreffend der Gestaltung des Ortsbildes. Vielleicht hat das auch mit dem Stadtrand zu tun?

 Die Ausstellung dauert bis am 26. Juni 2011.

Zur Ausstellung gibt es auch ein spannendes Rahmenprogramm mit Stadtrandwanderungen:

Der Stadt entlang – Stadtrandbegehungen mit dem Kulturjournalisten Konrad Tobler
  • Samstag, 28. Mai, 13.30 Uhr, Bushaltestelle Zentrum Paul Klee, Linie 12
    Bern Nord-Ost (Schosshaldenwald, Burgfeld, Waldau, Schermenwald, Bananenbrücke,
    Jüdischer Friedhof). Schluss: S-Bahnstation Wankdorf.
  • Donnerstag, 9. Juni, 18.30 Uhr, Tramendstation Fischermätteli
    Bern und Köniz (Weissenstein, Steinhölzli, Morillon, Gurtenbahn). Schluss: Tramstation Gurtenbahn.
  • Donnerstag, 16. Juni, 18.30 Uhr, Busendstation Schliern
    Schliern – vom Bauerndorf zur Agglomerationssiedlung. Schluss: Busendstation Schliern.
  • Donnerstag, 23. Juni, 18.30 Uhr, Bushaltestelle Bollwerk (beim Brückenkopf)
    Der Rand der Altstadt (Schützenmatt, Genfergasse, Heiliggeistkriche, Christoffelgasse, Kleine Schanze, Walgasse, Schanzenbrücke, Grosse Schanze). Schluss: Lift Grosse Schanze.
  • Samstag, 25. Juni, 13.30 Uhr, Tramstation Gäbelbach
    Bern West (Gäbelbach, Brünnen, Niederbottigen, Stapfenacker, Friedhof Bümpliz). Schluss: Friedhof Bümpliz, nahe Tramlinie 7.

Dauer einer Führung: Rund 70 Min.; die Führungen finden bei jeder Witterung statt; gutes Schuhwerk wird empfohlen.
Preise: Fr. 50.- für alle 5 Etappen; Fr. 20.- für Einzeletappe. Bezahlung jeweils vor derFührung am Besammlungsort.

Vorträge des Architekturforums Bern
  • Dienstag, 31. Mai, 19 Uhr
    Dieter Sauter, Fotograf /Filmemacher/ Autor, Istanbul
    Istanbul, das Land ohne Hauptstadt
    Während in Westeuropa die Werbung für Kaffee und Politik sagt: Alles soll so bleiben wie es ist, weiss in Istanbul jeder: Nichts kann so bleiben wie es ist!
  • Dienstag, 21. Juni, 19 Uhr
    Philippe Cabane, Soziologe und Städteplaner, Basel
    Bâle sans frontières?
    Städtebauliche Visionen und mentale Grenzen in der Dreiländeragglomeration Basel
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