“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Krankenkassenprämien und Medikamentenpreise

In seinem Artikel vom 1.Oktober 2009 äussert sich der neue Preisüberwacher Stefan Meierhans zu den erneut stark gestiegenen Krankenkassenprämien. Etwas überraschend konzentriert er sich dabei auf Vorschläge zur Begrenzung der Menge der konsumierten Leistungen. Sicher gibt es dort auch ein gewisses Sparpotential, aber die Leute die von einem Arzt zum anderen rennen oder die lieber eine Operation zuviel als zuwenig haben, sind doch wohl eher selten. Die Demografische Entwicklung lässt sich aber nicht aufhalten. Es gibt halt jetzt z.B. mehr Alte mit Knie- und Hüftproblemen, die nach langem Zaudern und Warten halt dann doch froh sind um ein neues Gelenk, und im Verhältnis dazu immer weniger Junge, welche noch nicht an Verschleissproblemen leiden, und deshalb pro Kopf mehr als früher an die Behandlungskosten der Kranken zahlen müssen. Ich bezweifle deshalb, dass das Sparpotential bei der Menge besonder gross ist. Bei all den Managed Care-Modellen insbesondere bei den HMO-Lösungen, muss auch sicher gestellt sein, dass die Krankenkasse jedes Jahr problemlos gewechselt werden kann. Sonst wird der Patient endgültig zum Gefangenen der Krankenkassen. Dagegen lässt sich sicher noch einiges bei den Preisen herausholen, wozu der Preisüberwacher ja auch schon gute Vorschläge gemacht hat. Wirklich unhaltbar sind die Zustände bei den Medikamentenpreisen, welche in der Schweiz offensichtlich völlig überhöht sind (vergl. Artikel von Urs P. Gasche im Bund vom 21.10.2009) und die einen erheblichen Teil der beeinflussbaren Gesundheitskosten ausmachen. Hier hat unsere bürgerliche Parlamentsmehrheit bei der letzten Gesetzesrevision einmal mehr vor den Interessen der nationalen und internationalen Pharmalobby gekuscht. Oder wollte sie schlicht nicht wichtigen Parteispendern bzw. Aktionären in den eigenen Reihen auf die Zehen treten?

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