"Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit." Jens Stoltenberg beim Trauergottesdienst in Oslo, 25. Juli 2011
“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Mythos Schweiz

In der Zeitung LeTemps war heute ein sehr interessantes Interview mit dem Genfer Professor François Walter unter dem Titel «La Suisse est née de l’Europe» zu lesen. Die Schweiz ist gemäss seinen Forschungen nicht eine seit Jahrhunderten bestehende Willensnation, sondern eher das mehr oder weniger zufällige Resultat von Umständen und Entscheidungen, die ausserhalb ihrer Grenzen lagen und liegen. Es war  aber ein Geniestreich der Radikalen, dass es ihnen 1848 gelang die durch die französische Revolution in die Schweiz gebrachten demokratischen Werte, als Werte zu verkaufen, die angeblich auf Traditionen in den Waldstätten beruhen. Schon immer war die Politik der Schweiz gegenüber Europa vor allem reaktiv, wie wir es jetzt auch im Zusammenhang mit dem Bankengeheimnis wieder erleben.

Weder war die Neutralität selbstgewählt, noch bestand tatsächlich eine hohe politische Unabhängikeit oder Selbstbestimmung. Uns Bürgerinnen und Bürgern wurden diese Begriffe aber so lange eingeimpft, dass sie die Sicht auf Europa und die Welt noch immer trüben. Und da Aussenpolitik auch immer Innennpolitik ist, isolieren wir uns statt Partnerschaften zu suchen, in der irrigen Meinung, wir könnten schalten und walten,wie wir wollten.

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