“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Nacht der Religionen in Bern

Gestern Abend haben ich und meine Familie im Rahmen der Nacht der Religionen den Murugentempel der tamilischen Gemeinschaft in Bern besucht. Uns hat die Eröffnungszermonie für die Nacht der Relegionen sehr gut gefallen und sogar die Kinder haben sich ruhig verhalten. Besonders beeindruckt haben uns dabei der Enthusiasmus der beiden jungen Tänzerinnen. Der in einer ehemaligen Industriehalle untergebrachte Tempel mit seiner Farbenbpracht, den Schreinen an den Seiten, den reich verzierten Säulen und dem flachen Dach, erinnerte mich an eine Barock ausgestaltet Basilika.

hausderreligionen

Weil es regnete, haben wir danach auf den eigentlich vorgesehenen Besuch der etwas weiter entfernten Moschen verzichtet und statt dessen das näher gelegene Haus der Religionen besucht, an dem gleich zwei Vernissagen stattfanden. Zum einen die witzige, von 65 Künstlern gemeinsam gestaltete  Ausstellung “Weltenbilder” in den Garderoben im Untergeschoss, zum anderen eine sehr schöne Fotoausstellung über religiöse Riten von Fritz Berger im Obergeschoss.

Der Murugentempel und das Haus der Religionen haben beide gemeinsam, dass sie schon bald ihre Lokalitäten wegen Neubauten verlassen müssen. Das zeigt einmal mehr, wie prekär die räumlichen Verhältnisse für viele Religionsgemeinschaften sind. Nicht nur müssen sie sich mit versteckten Räumen in Industriezonen zufrieden geben, sondern sie müssen auch immer damit rechnen, wieder ausziehen und neue Räumlichkeiten suchen zu müssen. Gleichzeitig werden viele von unseren christilichen Kirchen nur noch schwach genutzt. Wäre es da nicht an der Zeit an paar Kirchen zu verkaufen. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass eine Kirche z.B. in eine Moschee umgewandelt wurde (siehe Istanbul). Profitieren würden alle: unserer Staatskirche müsste weniger Geld für den Gebäudeunterhalt ausgeben und eine Religionsgmeinschaft erhielte dringend benötigten Platz. In Holland und England sah ich schon mehrfach ehemalige Kirchen, die heute als Geschäftslokale dienen. Da ist mir eine religiöse Umnutzung doch wesentlich sympathischer.

Artikel im Bund vom 9.11.2009

Ein anderer Blogger, der offensichtlich auch dabei war, ist HDMFG

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