“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Robert Walser und die Politik im Kanton Bern

"Jedes Buch, das gedruckt wurde, ist doch für den Dichter ein Grab, oder etwas nicht?" (Robert Walser, zu Lebzeiten)

War es, weil mich die Spardebatte im Grossen Rat zu sehr deprimiert hat – die Voten häufig mehr als manche Beschlüsse – oder weil ich heute morgen sechs Krimis der schwedischen Autoren Wahlö/Sjöwall aus der Papiersammlung “gerettet” habe, jedenfalls verspürte ich nach dem Mittagessen wieder einmal die kleine aber feine Austellung von Robert Walsers Erstausgaben im Robert Walser Zentrum an der Marktgasse 45 zu besuchen.

Die  vorgeführten Argumente im  Rat kommen mir manchmal ähnlich zweckoptimistisch und realitätsfremd, wie das Verhalten des Erfinders im “Gehülfen” vor. Die von Walser so plastisch gemalte Untergangsstimmung, liefern unsere Sprecher mit ihrer ständigen Schwarzmalerei gleich selber. Von Aufbruchstimmung und Zukunftsglaube ist meistens nur wenig zu spüren. Schade, denn der Kanton Bern hat sehr viel zu bieten und gehört weltweit zu den lebensfreundlichsten Regionen, wie der Mercer-Report gestern wieder bestätigt hat.

Das Robert Walser Zentrum ist selber ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie die Attraktivität von Bern gesteigert werden kann. 2007 schlossen sich auf Initiative der Robert Walser-Stiftung mehrere öffentliche und private Partner auf dem Platz Bern zusammen, um die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Robert Walser-Stiftung auf eine neue Basis zu stellen und langfristig zu sichern. Dazu gehörte, dass die Stiftung ihren Sitz von Zürich nach Bern verlegte und in der Bundeshauptstadt das Robert Walser-Zentrum eröffnete. Die kleine aber feine Ausstellung bietet einen guten Überblick über Walser’s Werk und motiviert, einen der international bekanntesten Berner Autoren auch persönlich zu entdecken.

 

 

 

 

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