“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Schulmuseum Bern: Vom Handarbeiten zum mehrdimensionalen Textilunterricht

Mit der Einführung der Schulpflicht vor 175 Jahren wurde das Fach «Handarbeiten» für Mädchen obligatorisch. Seither hat es sich zum «mehrdimensionalen Textilunterricht» entwickelt und ist nicht mehr nur den Mädchen vorbehalten. Die Industrialisierung und die Veränderungen in unserer Gesellschaft prägten das Fach im Laufe der Zeit wie kaum ein anderes. Neu formulierte Lernziele ermöglichten einen aktuellen und sinnstiftenden Unterricht.

Aus Anlass des 175-jährigen Bestehens der Schule hat das Schulmuseum Bern im Schloss Köniz die Sonderausstellung «Vom Handarbeiten zum mehrdimensionalen Textilunterricht» erweitert und vollständig neu gestaltet. Zudem wurde eine kleine Ausstellung über «Die Geschichte der Nähmaschine» integriert, da die technische Entwicklung des Nähens grossen Einfluss auf den Unterricht hatte.

Maschinen im Haushalt und in der Industrie veränderten die Gesellschaft und die Lehrpläne im Fach Handarbeiten bzw. im Textilunterricht. Nähmaschinen aus den Jahren 1900, 1924, 1932, 1972, 2009 und ergänzende Texte zeigen entscheidende Schritte in der Entwicklung und die spannende Geschichte der Nähmaschine auf. Eine Maschine gewährt Einblick ins Innere. Mit einer Tretmaschine darf genäht werden.

Das Schulmuseum im Haberhuus, auf dem Schlossareal in Köniz umfasst ein historisches Schulzimmer, eine interaktive Ausstellung und einen Museums-Shop. Eintritt frei, Kollekte
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Samstag: 14.00 – 17.00
Sonntag: 13.00 – 16.00

Artikel in der Berner Zeitung vom 24. März 2010

 

VORTRAG
«MIT SCHIEFERTAFEL UND STRICKZEUG»
Das Fach «Handarbeiten» im Lehrplan der Berner Primarschule des 19. Jahrhunderts 

Das erste Primarschulgesetz von 1835 hatte zum Ziel, Knaben und Mädchen eine gleiche Ausbildung zu ermöglichen. 1864 wurde dann – trotz Widerstand in der Bevölkerung – «Handarbeiten» als obligatorisches Fach für Mädchen eingeführt. Damit sollten beim weiblichen Geschlecht Tugenden wie Reinlichkeit, Ordnung, Fleiss und Sparsamkeit gefördert werden.
Die Ausstellung im Schulmuseum zeigt die Entwicklung des Faches von damals bis heute auf. Der Vortrag führt aus, wie der geschlechterspezifisch unterschiedliche Unterricht umgesetzt wurde und was dies bewirkte. 

Referentin: Katharina Kellerhals, Dr. phil.
Datum, Zeit: Mittwoch, 2. Juni 2010, 18.30 Uhr
Ort: Galerie Chornhuus, Schloss Köniz, Muhlernstr. 11

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1 comment to Schulmuseum Bern: Vom Handarbeiten zum mehrdimensionalen Textilunterricht

  • Danke für die Info! Meine Tochter muss ein Referat für Hauswirtschaft über dieses Thema halten, gibts denn da noch nähere Infos (der Vortrag ist ja bereits vorbei)? Webseite oder Mitschrift? Danke!

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