"Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit." Jens Stoltenberg beim Trauergottesdienst in Oslo, 25. Juli 2011
“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

The milkman never rings

ehemaliger Milchladen an der Landorfstrasse 5 in Köniz

Eine meiner Kindheitserinnerungen ist der Milchmann, welcher ausser Milch auch Butter und Käse im berühmten Miuchchäschtli deponierte. Dazu gehörte auch das Milchbüchlein, in welches meine Mutter ihre Bestellungen eintrug. Der Milchladen an der Landorfstrasse 5 in Köniz ist schon seit Jahrzehnten geschlossen. Zuletzt diente das Lokal im heute baufälligen Haus zwei initiativen Schwestern als Verkaufslokal für ihre individuell gestalteten Taschen. In den nächsten Wochen oder Monaten wird auch dieses Haus abgerissen werden und zusammen mit anderen Gebäuden einer Überbauung Platz machen. Ein weiteres Stück des alten Dorfes Köniz wird verschwinden, was mich schon etwas wehmütig stimmt.

Der Milchladen ist verschwunden, aber der Milchmann ist in Köniz wieder auferstanden. Seit über zwei Jahren liefert Thomas Burren, Bauer aus Gasel, seine Biomilch in  2-Liter-Mehrwegbehältern zweimal in der Woche wieder direkt an die Haushaltungen in der Gemeinde Köniz. Die pasteurisierte Bio-Milch ist zwar ein bisschen teuerer als in den grossen Lebensmittelläden, dafür weiss man woher sie kommt (Slogan: Balmburrens Frischmilch… wissen wo die Milchkuh frisst) und braucht sie nicht selbst nach Hause zu schleppen, und das Milchkästlein freut sich, dass es wieder gebraucht wird. Ausser einem Zeitungsartikel in der Könizer-Zeitung vor zwei Jahren, habe ich für dieses Angebot noch keine Werbung gesehen. Anscheinend ist die Mund-zu-Mund-Propaganda ausreichend.

Balmburrens’s Biomilch

Es wäre interressant eine Ökobilanz für diese Dienstleistung zu erstellen. Ich gehe aber davon aus, dass trotz der Hauslieferung insgesamt weniger herumgefahren wird und der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen reduziert werden können. Ein gute Sache also, ganz im Sinne von “think globally, act locally”.

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1 comment to The milkman never rings

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