"Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit." Jens Stoltenberg beim Trauergottesdienst in Oslo, 25. Juli 2011
“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Vor dem Wählen in das Bistro

Mark Balsiger hat auf die Grossratswahlen hin das Wahlbistro wiedereröffnet. In der kürzlich aufgeschalteten Zürcher Ausgabe läuft die Debatte anscheinend schon sehr angeregt.

Das parteiunabhängige Diskussionsforum soll die Politik wieder näher zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen.  Zitat aus den Gutenbergnews 01/2010:
Während die Presse mit tiefgreifenden strukturellen Problemen kämpft, werden Onlinemedien rasant populärer. Überall und jederzeit werden Newshäppchen konsumiert. Gleichzeitig erhält ein jüngeres Phänomen zunehmend Gewicht: das Mitdiskutieren in Onlineforen. Nach kontroversen “Club”- oder “Arena”-Sendungen purzeln teilweise mehr als tausend Kommentare herein.
Viele dieser Kommentare fallen wegen ihrem lamentablen Niveau auf, nicht wenige sind diffamierend. In aller Regel verstecken sich die Autorinnen und Autoren hinter Pseudonymen. Eine Entwicklung, die den Medienhäusern schadet und die Diskussionskultur vergiftet.Wir setzen einen Kontrapunkt: Dieser Tage lancierten wir das Wahlbistro - ein Diskussionsforum für politisch Interessierte. Es ist einerseits in Zürich, ab Mitte Februar auch im Kanton Bern geöffnet. Bis zu den Wahlen vom 28. März. Im Gegensatz zu allen anderen Foren ist die anonyme Teilnahme im Wahlbistro nicht möglich. Auf diese Weise wollen wir eine gute Diskussionskultur gewährleisten.

Ich begrüsse die Initiative von Mark Balsiger und seinen Mitarbeitern sehr. Kurz vor den Wahlen erwarte ich zwar keine echte Diskussion zwischen den Kandidierenden als mehr einen Schlagabtausch bzw. eine gepflegte Show für den Wähler. Ich bin auch etwas skeptisch wie aktiv und breit die Teilnahme tatsächlich sein wird. Mir fällt bei den Blogs auf, das von den vielen Tausenden von Besuchern auf einem Blog nur sehr wenige einen Kommentar hinterlassen. Oft ist es nur eine kleine Gruppe die schreibt, aber das Geschriebene wird zumindest von vielen gelesen.

Das Instrument des Diskussionsforums scheint mir fast interessanter für die Zeit nach den Wahlen. Eigentlich sollten alle GrossrätInnen Zwangsmitglieder im selben Diskussionsforum sein. Alle von der Regierung beantworteten Vorstösse werden als Blogartikel aufgeschaltet. Und die Diskussion könnte parteiübergreifend starten, bevor die Fraktionssitzungen stattfinden. Danach ist es eigentlich häufig schon zu spät, um Missverständnisse zu klären. Unsere Vorstösse sind aber auch gar nicht so wichtig. Häufig sollen sie ja vor allem eine Diskussion auslösen, und zum Nachdenken anregen. Das Hauptproblem bei uns Grossräten ist ja, dass wir kaum Zeit für die Weiterbildung haben und häufig Gefangene von unseren persönlichen Erfahrungen sind. Eine tröpfchenweise Weiterbildung im Rahmen einer Diskussion rund um einen Blogartikel könnte da vielleicht tatsächlich weiterhelfen.

Ich werde das Wahlbistro jedenfalls auch besuchen, und sicher auch mal einen Kommentar abgeben, und hoffe natürliche auf eine rege Teilnahme.  Im Gegensatz zur Kirche sollte man beim Wahllokal vorher im Bistro einkehren.

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1 comment to Vor dem Wählen in das Bistro

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