“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Zentral-Schweiz vs. Verteil-Schweiz

In einem bewusst provokativ formulierten Artikel “Die Herrschaft des armen Verwandten” stellt Benedikt Loderer die Art und Weise, wie in der Schweiz die finanziellen Mittel verteilt werden, in Frage. (siehe auch Artikel des Berner Stadtwanderers) Im Kleinen stellt sich diese Frage des effizienten Mitteleinsatzes ja auch immer wieder im Kanton Bern (z.B. Spitalstandorte, S-Bahn, Autobahnanschlüsse) und manchmal sogar auf Gemeindebene (z.B. Schulhausstandorte). Es ist ganz klar, dass in der Regel das Zentrum von besseren und schnelleren Verkehrsverbindungen oder von der Reduktion der Handelshemnissen und dem damit verbundenen grösseren Markt profitiert, und nicht die sogenannten Randgebiete.  Damit diese Marktöffnung überhaupt zu Stande  kommt, werden deshalb auch in verschiedenen Formen „Ausgleichszahlungen“ gemacht. In der EU läuft das zum Beispiel im Rahmen der regionalen Infrastrukturprojekte und der Landwirtschaftspolitik, in der Schweiz u.a. im Rahmen von Finanz- und Lastenausgleichen oder ebenfalls der Landwirtshaftspolitik oder indem der Kanton den Grossteil der Lehrerlöhne übernimmt. Das Problem ist, wie Loderer in seinem Artikel richtig feststellt, dass dieses System im globalen Markt unter Druck kommt. In der Schweiz haben in der Vergangenheit die reichlich vorhanden Mittel verhindert, dass Überlegungen zur volkswirtschaftlichen Effizienz des Mitteleinsatzes bei den Investitionsentscheiden eine grosse Rolle spielten. In Schweden werden bei Investionen der öffentlichen Hand schon seit Jahrzehnten Renditeberechnungen angestellt. Die vor allem in Folge des Steuerwettbewerbs knapper werdenden Mittel zwingen nun vermehrt zu Priorisierungen und führen damit zu Verteilkämpfen. Gerade aus Umweltsicht bestehen da aber auch grosse Chancen, wenn z.B. mit einer Konzentration der Mittel die Zersiedelung gebremst oder die Landwirtschaft ökologischer gestaltet werden kann.

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