
Ein Berner Namens Harri Grossniklaus
Ging ins Berner Bücher-Brockenhaus.
Dieses liegt in der Rathausgasse ganz apart,
nicht weit vom Rathaus, wo Grossniklaus als Grossrat tagt.
In Büchern statt in Akten stöbern
findet Harri doch viel lustiger,
und das viele Schmökern
macht ihn immer kaufesgluschtiger.
Wälzer findet er über die Geschichte vom Kanton,
und schöne Fotobände, doch die hat er schon.
Aber endlich in einem Regal
Entdeckt der Harri auf einmal
zwei Bändchen, und das schätzt er,
mit Gedichten von Guido Schmezer
Pardon von Ueli dem Schreiber
Doch das reimt sich nicht, leider!
Harri denkt, „Ein Berner Namens…“, das sind doch Klassiker,
weshalb ganz hastig er
sogleich ein Bändchen kauft
und damit nach Hause lauft.
Uns so kommt’s wie’s kommen muss,
zum allgemeinem öffentlichen Verdruss,
beschlisst der Harri nach dem Lesen
nun selbst zu dichten und zu reimen
und das Werk auf eigne Spesen
zu publizieren auf dem Blog, dem seinen.