Bund Prognose für die Ständeratswahlen im Februar

(Last Updated On: Januar 3, 2011)

In der heutigen  Ausgabe wagt Rudolf Burger eine Prognose für den Wahlausgang der Ständeratsersatzwahlen vom 13. Februar (Link Artikel). Amstutz würde demnach im 1. Wahlgang vor Ursula Wyss und Christa Markwalder liegen, was sicher realistisch ist.  Die Grafik suggeriert, dass Wyss und Markwalder fast gleichauf sind. Diese Einschätzung teile ich allerdings aus folgendem Grund ganz und gar nicht. Sowohl SVP wie SP hatten bei den letzten Jahren eine Männer-  und eine Frauenliste. Die Panaschierstimmen dieser Listen sind in der Grafik berücksichtigt, nicht aber die unveränderten Listen der Partnerliste, im Fall von Amstutz Stimmen von SVP-Frauen und bei Ursula Wyss Stimmen der SP-Männerliste. Diese Stimmen müssen den Kandidierenden zu einem grossen Teil ebenfalls angerechnet werden. Ich habe zwar auf die Schnelle keine  Zahlen gefunden, ich schätze aber, dass gerade bei der SP-Männer-Liste eine bedeutender Anteil unverändert eingelegt wurde. Diese werden im Februar ebenfalls für Ursula Wyss stimmen, womit ein deutlich grösserer Abstand zu Christa Markwalder und ein kleinerer oder gar keiner zu Amstutz besteht. Rechnet man nämlich die Wählerstärken von SP und Grünen zusammen, würde Ursula Wyss sogar vor Amstutz liegen, der ja nur relativ wenige Panaschierstimmen erhalten hat und offenbar für einen Grossteil der Bevölkerung nicht wählbar ist.

8 Kommentare

  1. Rudolf Burger

    Lieber Herr Jenk,

    was die unveränderten Partnerlisten betrifft: Die Stimmenzahlen von ihnen werden kompensiert, teilweise oder ganz, durch die Tatsache, dass Ursula Wyss auf der SP-Frauenliste kumuliert werden konnte. Das gleiche gilt für die anderen Kandidaten.

    mfg, R. Burger

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  2. Harald Jenk

    Danke für die Antwort. Die Kummulation war mir nicht mehr bewusst, und das verändert das Bild natürlich teilweise. Falls Christa Markwalder aber auch kummuliert wurde, müsste sie dann ja doch wieder deutlich hinter Ursula Wyss zurückliegen, da die FDP ja nur eine Liste hatte und die Liste der Jungfreissingen keinen grossen Wähleranteil erzielt hat.

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  3. Arnold Arnold

    Frau Ursula Wyss ist nicht nur eine sehr gute und bewusste Umweltspoltikern ist,
    ich lege die Hand ins Feuer, dass Sie mit Abstand beste soziale Kompetens aller Kandidaten verfügt. Sie kämpft genau für das worunter, dass Volk am meisten leitet.
    Sie setzt sich für exitensicher Löhne und bezahlbare Mieten für jedermann ein.

    Als einzige Kandidatinen steht Sie den Sorgen und Anliegen der Schwächsten und Behinderten postiv und engagiert gegenüber.

    Wenn der untere Mittelstand nicht untergehen soll, sollten wir Frau Wyss wählen

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  4. Flückiger Hans Rudolf

    Herr Adrian Amstutz ist nicht nur ein sehr guter und bewusster Volkspoltiker,
    ich lege die Hand ins Feuer, dass er mit Abstand über die beste politische Kompetenz aller Kandidaten verfügt. Er kämpft genau gegen das, worunter das Volk am meisten leidet, die Angst von der EU gefressen zu werden.
    Er setzt sich gegen jede Art von EU Beitritt ein.

    Als einziger Kandidat steht er den Sorgen und Anliegen von jedem Schweizerbürger postiv und engagiert gegenüber.

    Wenn das Recht der Schweizer Demokratie nicht untergehen soll, müssen wir Herr Adrian Amstutz wählen, Schweizer wählen SVP.

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  5. Harald Jenk

    @Hans Rudolf Flückiger
    Meinen Sorgen und Anliegen nimmt her Amstutz jedenfalls gar nicht auf: er macht nichts für den Umweltschutz und gegen die Landschaftszerstörung; anstatt Massnahmen zur effektiven Integration von Ausländern zu unterstützen, auf welche die Schweiz angewiesen ist (Bau, Bauern, Spitäler, Hotels, Restaurant, etc), schafft er nur eine schlechte Stimmung; er bekämpft faire Regeln beim Steuerwettbewerb und verteidigt lieber die Privilegien der reichen Ausländer (Pauschalbesteuerung), um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.
    Nicht der Ständerat wird über einen EU-Beitritt entscheiden, sondern das Volk. Es ist daher belanglos, ob eine Ständerat für oder gegen den EU-Beitritt ist. Trotzdem: Der Wohlstand der Schweiz hängt vom Export ab, die EU ist der wichtigste Handelpartner, daraus folgt der Wohlstand der Schweiz hängt von guten Beziehungen zur EU ab. Die Zeiten der Rosinenpickerei sind allerdings vorbei, da die EU ein Nichtmitgliedland nicht besser behandeln kann als die eigenen Mitglieder. Die wird also über kurz oder lang durchsetzen, dass die Schweiz das EU-Recht automatisch übernimmt, ähnlich wie Norwegen, ohne dass die Schweiz bei dessen Erarbeitung mitbestimmen kann. Wo ist da der Vorteil, ausserhalb der EU zu stehen? Wenn der Beitritt aktiv gesucht wird, kann man den Zeitpunkt und die Übergangsfristen besser verhandeln, als wenn wir später einmal notgedrungen beitreten, weil die Währungsschwankungen für die Wirtschaft zu teuer geworden sind.

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  6. Ferrazzini Jean Claude

    Herr Harald Jenk, in Ihrem Beitrag verschliessen Sie sich der Realität. Die Ängste der einheimischen Bevölkerung wegen
    Massloser Einwanderung, Schwarzarbeit, Lohndumping
    Belastung der Sozialwesen und Krankenkassen
    Zerstörung der Umwelt, masslose Überbauung von Grünflächen
    Ghettobildungen, Integrationsprobleme mit negativen Folgen für unser Schulwesen
    Schlägertruppen im ganzen Land usw.
    werden jedenfalls von Frau Wyss nicht thematisiert. Sehr schade, dass die SP heute nicht mehr der arbeitenden Bevölkerung zur Seite steht. Sehr schade! Herr Amstutz gibt uns da mehr Hoffnung.

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  7. Hans Rudolf Flückiger

    Lieber Harald Jenk, vergessen Sie mal die alten, längst jedem Schweizer bekannten EU Sprüche der EU-Turbos und höhren Sie sich in dieser Sache im Volk richtig um. Von wegen Aussenhandel: der Schweizer Aussenhandel bleibt auf konstantem Wachstumskurs und zwar sowohl bei den Exporten, als auch bei den Importen. Lieber Harald, begraben wir mal das Kriegsbeil bis die Ständeratswahlen entschieden sind, danach möchte ich sie gerne wieder in dieser Rubrik antreffen . . .

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  8. Harald Jenk

    In der Zeitung liest man doch immer wieder von Beispielen, wo Unternehmen wegen dem teuren Franken auf Investionen verzichten, diese ins Ausland verlagern oder wie zuletzt bei der Mopac in Wasen die Löhne um 10% kürzen (http://tt.bernerzeitung.ch/region/emmental/Mopac-kuerzt-alle-Loehne-um-10-Prozent/story/15987257) . Das wäre nicht nötig, wenn die Schweiz Mitglied der EU wäre und ebenfalls den Euro verwenden würde.

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