Die Schweiz profitiert von den Einwanderern

(Last Updated On: Juni 6, 2013)

Die Caritas hat verdankenswerterweise verschiedene Fakten zu den  Kosten und dem Nutzen der Einwanderung für den Schweizer Sozialstaat in einem Positionspapier zusammengestellt. Sie kommt zum Schluss, dass die Schweiz sowohl bei den Sozialversicherungen als auch bei den anderen sozialstaatlichen Leistungen (Bildung, Gesundheit, Kultur) von der Einwanderung profitiert.

Zum Beispiel: „Bei der AHV und der IV stammen 26,7 Prozent der Beiträge von Ausländerinnen und Ausländern. Diese bezogen aber insgesamt lediglich 17,9 Prozent der Leistungen. Bei der IV ist das Bild, das in der Öffentlichkeit durch das Aufbauschen einzelner Missbrauchsfälle entstanden ist, zu revidieren. Während 26,7 Prozent der Beiträge von Ausländerinnen und Ausländern stammen, beziehen diese weniger, nämlich 25,6 Prozent der Leistungen. Und zwar trotz der Tatsache, dass gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen wie diejenigen im Baugewerbe hauptsächlich von Ausländern ausgeführt werden“. (Quelle: News Caritas)

> Positionspapier „Migration – ein Plus für die Schweiz  “ (pdf)

5 Kommentare

  1. Peter Schlemihl

    Sehr gutes Papier!

    Leider ist es immer noch so, dass in der öffentlichen Wahrnehmung das Bild herrscht, dass Einwanderer eine Belastung für unseren Sozialversicherungen seien.

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  2. Alexander Müller

    Man muss das ein bisschen differenzierter betrachten. Sicherlich profitiert die Schweiz von gebildeten und hochqualifizierten Einwanderern. Allerdings gibt es auch Einwanderer, die nicht hochqualifiziert sind und unser Land belasten. Dies trifft insbesondere auf die Gruppe der Wirtschaftsflüchtlinge zu. Hinzu kommt, dass selbst die Einwanderung von gebildeten und hochqualifizierten Einwanderern nicht nur Vorteile für Land hat. Mieter von Wohnraum in urbanen Regionen wissen wovon ich spreche. Die Mietpreise sind in Städten wie z.B. Zürich dank gutqualifizierter Einwanderer enorm angestiegen. Aussserdem profitieren von der Konkurren am Arbeitsmarkt vorallem die Arbeitgeber.

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  3. Alex Schneider

    Eidg. Volksinitiative der Ecopop: „Stopp der Überbevölkerung zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“

    Die Wohnbevölkerung der Schweiz soll im Dreijahresdurchschnitt nur noch um 0,2 Prozent wachsen dürfen. Zweites Initiativziel ist eine Zweckbindung von 10% der Entwicklungshilfegelder für Projekte der freiwilligen Geburtenplanung. Mit dieser Initiative soll das bisherige Tabu-Thema „Überbevölkerung“ von neutraler Seite auf die politische Bühne gestellt werden. Das Initiativkomitee wehrt sich gegen die Vereinnahmung durch die politischen Parteien. Es sind denn auch keine prominenten Politikerinnen und Politiker im Initiativkomitee vertreten.

    Die Begrenzung der Einwanderung in die Schweiz ist als Raumplanungsinitiative zu verstehen und richtet sich nicht gegen Ausländerinnen und Ausländer. Aber das derzeitige Bevölkerungswachstum in der Schweiz liegt mit durchschnittlich 1,3 Prozent rund fünfmal höher als der europäische Durchschnitt und belastet das Land über Gebühr.

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  4. Harald Jenk

    Das Bevölkerungswachstum ist nicht die Ursache für die Zerstörung der Landschaft und der landwirtschaftlichen Flächen, es ist der Lebensstil dieser Bevölkerung. Manhatten beherbergt z.B. auf der Fläche der Stadt Zürich etwas 3mal mehr Einwohner.

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  5. Patrick Tanner

    Lieber Herr Jenk

    Ihre ehemalige SPS-Parteipräsidentin Frau Stadträtin Ursula Koch postulierte in den 1990er Jahren „Zürich ist gebaut!“. Und so sah dann auch die Politik der Zürcher SP über Jahre aus: Jedes grössere Bauvorhaben und auch eine verdichtete Bauweise wurde im Verbund mit den Grünen, der FRAP und Alternativen Liste bekämpft und verhindert. Damals war die SP noch wirtschaftswachstumskritisch eingestellt.Und jetzt propagiert die SPS plötzlich ein zügeloses Wirtschaftswachstum durch exorbitantes Bevölkerungswachstum durch Masseneinwanderung mit der Begründung, dass sich dadurch die Sozialwerke finanzieren lassen. Dadurch propagiert man ein Schneeballsystem (gleicher Fehler wie bei der Finanzmarktkrise). Denn die Zuwanderer werden auch Mal alt und benötigen dann AHV und andere Sozialleistungen und wir bedürfen dann noch mehr Zuwanderung. Das ist ein Fass ohne Boden und verlagert die Probleme nur auf unsere Nachkommen. Das selbe bei der neoliberalen Personenfreizügigkeit.Durch sie wird die Migrationspolitik den Markkräften (Nachfrage der Unternehmen, des Kapitals)überlassen. Ihre Marktgläubigkeit in Ehren, wozu jedoch ein unkontrollierter, ungesteuerter Markt führen kann, haben wir bei der Finanzmarkrtkrise gesehen. Sie marschieren im Verbund mit den Neoliberalen!

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