Der Enkeltrick und das Schwarzgeld auf den Schweizer Banken

(Last Updated On: September 7, 2012)

Vor einigen Tagen konnte man in der Zeitung von gleich vier Fällen lesen, in denen Enkeltrickbetrüger ältere Damen um zwischen 45’000 bis 120’000 Franken betrogen (Tagesanzeiger). Dass diese Frauen auf ihren Banken so leicht soviel Geld in bar abheben konnten, ist für mich ein Beweis, dass die Schweizer Banken offensichtlich immer noch im Schwarzgeld schwimmen. Damit meine ich nicht, dass gerade diese Frauen Schwarzgeld besassen, aber die Vorgänge zeigen, dass es für die Schweizer Banken normal ist, einfach so Zehntausende von Franken an ihre Kunden in bar auszubezahlen. Bei mir hätten die Alarmglocken geklingelt und ich hätte bei den Damen nachgefragt, wozu sie dieses Geld denn brauchen und einen sicheren Weg der Geldüberweisung vorgeschlagen.  Kein normaler Mensch braucht soviel Bargeld. Selber habe ich höchstens 200 Franken bar im Portmonnaie, als andere bezahle ich per Karte oder Einzahlungsschein. Ich habe ja noch Verständnis wenn jemand auch mal 500 Franken für einen teueren Restaurantbesuch oder einen Familienauflug abhebt, aber mehr Bargeld braucht man heutzutage sicher nicht. Für mich ist das Verhalten dieser Bankangstellten deshalb der Beweis, dass in der Schweiz nach wie vor sehr viel Schwarzgeld zirkuliert, und zwar nicht nur von ausländischen Steuerhinterziehern. Die von der SP des Kantons Bern geforderten Steuerinspektoren sind deshalb eine Notwendigkeit, wenn die ehrlichen Steuerzahler nicht länger betrogen werden sollen. Lesenswert auch der heutige Artikel im Bund über die 60’000 Millionen Franken, welche von der Bank Bordier unter freundlicher Mitwirkung der UBS in bar ausbezahlt wurden.

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