Glencore und die soziale Verantwortung von Rohstoffhändlern

(Last Updated On: Dezember 3, 2013)

Der Rohstoffhandel entwickelt sich in der Schweiz wegen den tiefen Gewinnsteuern zu einer immer wichtigeren Wirtschaftsbranche. Glencore selber machte nach dem Börsengang zur Zeit vor allem Schlagzeilen wegen dem Versuch mit Xstrata zu fusionieren. Häufig vergessen wird, woher die exorbitanten Gewinne der Rohstoffkonzerne überhaupt stammen. Eine interessante Darstellung dazu ist die von Silke Wagner gestaltete Flagge, welche noch bis am 16. September 2012 in der Rathausgassse zu sehen ist.

Glencore Rohstoffhandel Grafik Silke Wagner Biennale Bern 2012

(Silke Wagner, 53 Fahnen für Bern, Biennale Bern 2012)

Laut einer Kalkulation der Entwicklungsorganisation ActionAid, soll die in der Schweiz ansässige Rohstofffirma Glencore mit ihrem Tochterunternehmen Mopani die Regierung Sambias durch Transferpreis-Manipulation jährlich um geschätzte 124 Millionen Steuereinnahmen und 50 Millionen Dividenden (rot) gebracht haben. Dies entspricht etwa der Hälfte der Investitionen Sambias in die öffentliche Gesundheitsversorgung 2010 (grün).

Quellen: „’Transfer Pricing‘ & Co: Fiskalflucht als Geschäftsprinzip“, Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz. Erklärung von Bern EvB (Steuerverluste), 2012; Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ, Deutschland (Gesundheitsausgaben), 2010

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