Grand Palais in Paris

(Last Updated On: Januar 27, 2014)

Seit ich vor bald fünf Jahre in der Zeitung las, dass die grosse Halle « le Nef » des Grand Palais nach einer jahrelangen Renovation wiedereröffnet wurde, war es ein Traum von mir diesen Jugendzeit-Palast aus Stein, Stahl und Glas einmal von innen zu sehen. Vor ein paar Tagen war es endlich soweit.

Le Grand Palais, der in nur drei Jahren Bauzeit für die Weltausstellung von 1900 erstellt wurde, ist nicht nur aus architektonischer und ingenieurmässiger Sicht beeindruckend, sondern auch aus der Sicht der Verkehrsgeschichte interessant. Während Jahrzehnten war die grosse Halle der Ausstellungsort für die jährliche Automobilmesse und sogar für die Flugzeugmesse. Heute dient die Halle vor allem für Kunstausstellungen, Kunstmessen und Events wie HipHop-Konzerte. Ich hatte das Glück, das bei meinem Besuch im Rahmen der Documenta 2010 eine riesige und laute Kunstinstallation von Christian Boltanski gezeigt wurde, welche die Grösse der Halle ideal zur Geltung brachte und gleichzeitig die Sicht frei liess.

Die Eintrittsgebühr von 4 € war bescheiden. Die Kosten für den Erhalt und Betrieb dieses Bauwerkes müssen für Staat und Stadt immens sein. Und es ist ja bei weitem auch nicht das einzige solche Gebäude in Paris. Es sind aber gerade solche prachtvollen Gebäude und die tollen Ausstellungen, welche Paris nicht nur für Touristen sondern auch als Wirtschaftstandort interessant machen. Ich denke, in Bern können wir uns glücklich schätzen, dass wir eine grosse Anzahl interessanter Museen haben, darunter das  Zentrum Paul Klee, das dank seiner Sammlung und seiner Architektur eine weltweite Ausstrahlung hat. Im Vergleich zu anderen grossen Kantonen gibt der Kanton Bern sehr wenig Geld für die Kultur aus. Ich bin überzeugt, dass die Standortattraktivität des Kantons Bern mehr gesteigert werden könnte, wenn die Millionen, auf welche die bürgerlichen Parteien zu Gunsten von Steuersenkungen verzichten wollen, in die Kulturförderung investiert würden.

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