Les nouveaux mystères de Paris

(Last Updated On: Juni 7, 2013)

Die Milleniums-Trilogie von Stig Larsson hat auch mich vor Spannung kaum noch schlafen gelassen  und wenn ich Zeit finde werde ich sicher auch den Film anschauen.  Für mich waren natürlich auch die historischen Anspielungen auf die Ereignisse Anfang der 80er-Jahre interessant (z.B. Ebbe-Carlsson-Affäre), da ich in damas ein paar Jahre in Schweden studiert habe.

Bei aller Spannung der drei Romane, so finde ich trotzdem ein bisschen schade, einige Figuren doch zu unrealistisch sind. Da fand ich die Marseille-Trilogie von Jean-Claude Izzo schon wesentlich realistischer  und auch bedrückender. Der pessimistische Schluss, lässt zwar noch ein Fünkchen Hoffnung, dass die Mafia dank Internet doch noch besiegt werden könnte, aber seit ich diese Bücher gelesen habe, werde ich das ungute Gefühl nicht los, dass die mafiösen Strukturen eines Tages doch überhand nehmen könnten.

nestorburma

Alle diese Krimis sind ja etwas lang geraten. Ich habe mir deshalb zum Geburtstag den Zyklus  „Les nouveaux mystères de Paris“ von Léo Malet, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag hätte feiernkönnen (hier eine Würdigung), gewünscht. Diese Romane sind kürzer, dafür sind es gleich 15 auf einmal, und vor allem spielt die Handlung jeweils in einem anderen Arrondissement des Paris der 50er-Jahre.  Erzählt wird in der sehr coolen Sprache des Privatdektivs Nestor Burma, welcher seine Sympathien auf der Seite der kleinen Leute hat.  Perfekt also, wer Paris einmal von einer anderen Seite kennen lernen will. Wem es pressiert, kann einige der Geschichten auch in der Form von Comics von Jacques Tardi lesen.

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