Manga und Comics im Zentrum Paul Klee

(Last Updated On: November 18, 2013)

Die Ausstellung „Vom Japonismus zu Zen – Paul Klee und der Ferne Osten“ gefällt mir vor allem wegen der sehr schönen Auswahl an japanischen Kunstwerken, die hier einmal aus der Nähe betrachtet werden können. Eine kleine Überraschung für mich waren zum Beispiel die wunderschönen Mangas des japanischen Holzschnittkünstlers  Katsushika Hokusai (1760–1849), der diese Kunstform vor 200 Jahren mit einem 15-bändigen Werk populär gemacht hat. Ich glaubte bisher immer, Mangas seien ein Produkt der Nachkriegszeit. Dass Klee durch die japanische Kunst inspiriert, vielleicht sogar beeinflusst wurde, wird in der Ausstellung nachvollziehbar dargelegt. Allerdings erscheint mir bei vielen der Bilder Klees, welche in der Ausstellung japanischen Werken gegenübergestellt wurden, der Zusammenhang nicht zwingend sondern eher spekulativ zu sein.

Kazuya Takahasi: «Kurē na hito» (Klee’scher Mensch), in: Morning, Nr. 44, Tokyo 1998, S. 291–306.

Kazuya Takahasi: «Kurē na hito» (Klee’scher Mensch), in: Morning, Nr. 44, Tokyo 1998, S. 291–306.

Besonders interessant ist der letzte Teil der Ausstellung, in der die Rezeption von Klee in der japanischen Kultur thematisiert wird. Eine gewisse Seelenverwandheit scheint wohl vorhanden zu sein, dass sich soviele japanische Künstler verschiedenster Kunstgattungen durch Bilder von Klee bei ihrem eigenem Schaffen inspirieren liessen. Den Comic „Klee’scher Mensch“ von Kazuya Takahashi finde ich schlicht umwerfend. 

> Zentrum Paul Klee: Vom Japonismus zu Zen – Paul Klee und der Ferne Osten

Die Ausstellung läuft noch bis am 12. Mai 2013

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