Mein Traum

(Last Updated On: Februar 1, 2011)

Schloss im Wald zu bauen, Paul Klee, 1926, Staatsgalerie Stuttgart

Am Sonntag war ich mit den Kindern im Kindermuseum Creaviva. Während die Kinder in der interaktiven Ausstellung „Welt erfinden“ an der Zukunft bauten, habe ich die zusammen mit schönen Portraitfotos präsentierten persönlichen  Träume der 15 verschiedenen interviewten, mehr oder weniger bekannten Menschen unterschiedlichster Herkunft gelesen, und mich gefragt, was denn mein Traum ist.

Mein Traum: Niemand braucht Angst zu haben, nicht vor Gewalt und Unterdrückung, nicht vor Hunger und Durst, nicht vor Kälte und Einsamkeit.

4 Kommentare

  1. Remo

    Die meiste Gewalt und Unterdrückung kommt heute von postkommunistischen Systemen.

    Meiner Meinung nach muss man sich vor diesen am meisten fürchten. Schade, dass es sowas heutzutage noch gibt bzw. dass sowas immer stärker wird. Die EU, in die die SP so gerne möchte, driftet in meinen Augen immer mehr in Obrigkeitsstaatlichkeit, Bürgergehorsam, Gängelei und Diktatur:

    http://polizeibericht.ch/ger_details_31962/Abermals_monstroese_EU-Kontrolle_-_Ueber_796000_Verkehrsteilnehmer_in_konzentrierter_Aktion_auf_Alkohol_und_Drogen_kontrolliert.html

    Das Problem von Hunger und Durst kann nicht gelöst werden mit Entwicklungshilfe-Zahlungen. Im Gegenteil: Mehrere namhafte afrikanische Philosophen bitten die westliche Welt – also auch Calmy-Rey – eindringlich mit zweifellos gutgemeinten, aber kontraproduktiven Entwicklungshilfe-Zahlungen aufzuhören:

    http://schweizerzeitung.ch/?p=601

    Noch etwas anderes, Persönliches:

    Herr Jenk, wie ich sehe, schalten Sie auch Beiträge frei, die nicht Ihrer politischen Meinung entsprechen. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich und zu respektieren. Bin gespannt, ob das auch für meinen Beitrag gilt.

    Antworten
  2. Harald Jenk

    Ich glaube nicht, dass man auf Entwicklungshilfe verzichten kann. Gerade im Schul- und Gesundheitswesen braucht es sehr viel Geld. Wichtiger ist aber natürlich, dass demokratische Regierungen unterstützt werden, dass faire Preise bezahlt werden, dass wir keinen Zollschutz gegenüber verarbeiteten Produkten haben und dass wir das Geld von korrupten Potentaten nicht hinter unserem Bankgeheimnis verstecken.

    Es gibt keinen Grund, dass ich andere Meinungen auf meinem Blog lösche, solange diese in einem halbwegs anständigen Ton verfasst sind. Nicht nur ich soll die Möglichkeit haben, etwas Dampf abzulassen. Im übrigen gehe ich davon aus, dass unhöflich und aggresiv formulierte Einträge sich bei den anderen Lesern selber disqualifizieren und den gegenteiligen Effekt haben, als den den der Schreibende beabsichtigt.

    Antworten
  3. Remo

    Das mit dem Zoll, da stimme ich absolut zu.

    Auf der einen Seite schwätzt man immer grossmundig von Freihandel und Liberalisierung (gerade die Liberalen sind ja da Meister drin), aber auf der anderen Seite diskriminiert man Länder, indem man ihnen keinen freien Marktzugang gibt.

    Gerade und ausgerechnet diejenigen, die immerzu „das Maul ganz weit aufreissen“ und sagen, es müsse alles liberalisiert werden (USA, EU namentlich) sind, wenn es um den Schutz der eigenen Märkte geht, unheimlich restriktiv.

    Dass die Schweiz einseitig das Chassis-de-dijon-Prizip einführte, ist in meinen Augen eine Sünde: Nun können EU-Länder billige und minderwertige Produkte einführen und den Markt mit Raschpreisen kaputtmachen und die heimischen Bauern, welche die viel strengeren Schweizer Tierschutzgesetze einhalten müssen, haben das nachsehen und können preislich überhaupt nicht mithalten. Dass die SP als EU-Befürworterin bei diesem Chassis-de-dijon nicht wenigstens einmal Halt! gerufen hat, ist eine grosse Enttäuschung.

    Wozu auf reinste Profitmaximinierung ausgelegte Massentierproduktion führt, sieht man gerade wieder in Deutschland anhand des Dioxinskandals.

    Antworten
  4. Harald Jenk

    Das Cassis-de-Dijon-Prinzip spielt ja vor allem bei verarbeiteten Produkten (z.B. Sirup, der jetzt einen geringeren Fruchtanteil haben darf) eine Rolle. Fleisch ist davon deshalb kaum betroffen, ausser wenn es als „Schinken“ auf Tiefkühlpizza importiert wird. Ich denke beim Fleisch schauen die Leute entweder auf die Herkunft, weil ihnen Tierschutz und/oder Qualität, wichtig sind oder auf den Preis. Im letzteren Fall konnten sie aber auch vor der Einführung des Cassis-de-Dijon Prinzips Billigimportware kaufen. Gerade bei tiefgefrorenen Pouletprodukten ist das ja extrem der Fall. Beim Fleisch sind die meiner Meinung die Zölle und Importkontingente nach wie vor die wichtigsten Instrumente beim Schutz der einheimischen Tierproduzenten.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.