Eine neue Zauberformel für den Bundesrat ist geboren

(Last Updated On: Dezember 14, 2011)

„Historisch“ ist wohl ein zu grosses Wort für das Ereignis des Tages, aber ich denke,  heute wurde bei den Bundesratswahlen tatsächlich eine neue Formulierung für die Zauberformel gefunden. In Zukunft  wird das Parlament bei den Wahlen darauf achten, dass neben der Grösse  der  Parteien auch die Grösse  der Parteiblöcke beachtet wird. Die  CVP mit dem Anhängsel  BDP wird sich die Gelegenheit nicht  entgehen lassen, wieder die Scharnierrolle im Bundesrat einzunehmen, wie sie es schon bei der Einführung der ursprünglichen Zauberformel beabsichtigt hat und bis  zum Aufstieg  der SVP innehatte. Während  der nächsten vier  Jahren darf die FDP ihre beiden Bundersratssitze noch behalten, dann wird sie den Sitz von Schneider-Amman  freiwillig oder unfreiwillig an die SVP abtreten müssen, vorausgesetzt,  dass diese valable Kandidaten präsentiert, die noch nicht im Pensionsalter sind. Für die FDP hat  dies immerhin den  Vorteil,  dass sie, falls  sie den Verlust akzeptiert, wieder unabhängig  von der SVP politisieren und sich ein eigenständiges  und umfassenderes  liberales Profil geben könnte. Die SP  wird dagegen aufpassen müssen, dass die Grüne Partei ihr wählermässig nicht zu nahe  kommt, was bei einem Niedergang der Grünliberalen rascher möglich ist, als man heute vielleicht erwartet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.