Restrisiko

(Last Updated On: August 13, 2015)

Die Resultate der Energiedebatte im Grossen Rat sind enttäuschend. Ein rascher Ausstieg aus der Atomenergie hat jedenfalls keine Mehrheit. Insbesondere scheint die Wahrnehmung der mit der Atomenergie verbundenen Risiken sehr unterschiedlich zu sein. Wenn ich die bürgerlichen Sprecher inkl. BDP und der Grünliberalen richtig verstanden habe, glauben sie tatsächlich, dass es möglich ist, AKW sicher zu betreiben und geben die Verantwortung dafür an die Experten des ENSI weiter. Der Begriff Restrisiko scheint für sie nicht zu existieren oder sie verstehen ihn nicht.

Franz Hohler hat zum Restrisiko nach dem Unglück von Tschernobyl einen sehr eindrückliches Gedicht geschrieben und aus Anlass des Unglücks in Fukushima aktualisiert. Der Text kann auf seiner Homepage gelesen werden, die Originalversion gibt auf Radio DRS auch zum Hören.

Franz Hohler

http://www.franzhohler.ch/files/restrisiko.html
http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/hoerbuehne/125065.sh10171741.html

Vielleicht sind die Voten und Begründungen der bürgerlichen Sprecher zum Thema Sicherheit auch nur Vernebelungstaktik, um Zeit zu gewinnen und die alten AKW möglichst ewig weiterlaufen lassen zu können. Den mit jedem Jahr, das ein AKW länger läuft, desto mehr Gewinn wirft es ab. Für die Schäden bei einem Unglück wird ja ohnehin die Allgemeinheit büssen müssen und nicht die AKW-Betreiber.

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