Rücktritt aus dem Grossen Rat

(Last Updated On: Juni 13, 2013)

In ein paar Minuten geht die Junisession zu Ende und damit mein letzter Arbeitstag im Grossrat. Vor ein paar Wochen habe ich mein Rücktrittsschreiben eingereicht, der Entschluss dazu ist aber schon im vergangenen September gefallen. Ein Ausschnitt aus meinem Rücktrittsschreiben findet ihr untenstehend.

Harald-Jenk-Grossrat

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Nach 12 Jahren spannender und bereichender Arbeit im Grossen Rat habe ich mich entschlossen, meinen Platz einer neuen Kraft zu überlassen und per Ende Juli 2013 als Mitglied des Grossen Rates zurückzutreten.

Ich bin dankbar für die Zeit, die ich im Grossen Rat verbringend durfte. Dank den vielfältigen Geschäften und Diskussionen im Grossen Rat ist mein Wissen über und meine Liebe zum Kanton Bern über die vergangenen 60 Sessionen immer grösser geworden. Wir dürfen über unseren Kanton stolz sein und das unaufhörliche Bern-Bashing aus den Reihen des eigenen Parlamentes finde ich ehrlich gesagt ärgerlich. Im Gegensatz zu anderen Kantonen wirft die Berner Wirtschaft zwar nicht Riesengewinne ab und die Steuerkraft des Kantons ist entsprechend geringer, dafür werden im Kanton Bern aber vor allem echte Güter und Dienstleistungen mit einem konkreten Nutzen produziert. Seine Wirtschaft ist nicht in auf Steuerdumping und unsolidarische Mithilfe zur Steuerhinterziehung und Steueroptimierung aufgebaut, wie die verschiedener Kantone, welche im Grossen Rat wegen ihrer Steuerpolitik häufig als leuchtendes Vorbild hervorgehoben werden. Wir brauchen deshalb auch kein schlechtes Gewissen zu haben, dass wir Gelder aus dem Finanz- und Lastenausgleich beziehen. Der wirtschaftliche Niedergang Grossbritanniens sollte uns eine Warnung sein Passen wir auf, dass nicht auch wir den Werkplatz den kurzfristigen Interessen des Finanzplatzes opfern.

Der Grosse Rat trägt bei der kommenden Finanzdebatte eine grosse Verantwortung Ich wünsche Euch allen für Eure Entscheide, welche Leistungen der Kanton Bern in Zukunft noch anbieten soll und wie diese zu finanzieren sind, deshalb viel Um- und Weitsicht, damit der Kanton Bern ein attraktiver Werkplatz bleibt und die Solidarität zwischen Arm und Reich und Stadt und Land erhalten werden kann.

Ich wünsche Euch allen gute Gesundheit und freue mich auf ein Wiedersehen ausserhalb des Ratshaussaales

Herzliche Grüsse

Harald Jenk

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