Schluss mit dem Gestank!

(Last Updated On: Juni 21, 2013)

Heute morgen rochen meine Kleider wieder einmal nach Rauch, nachdem ich mir gestern am Stammtisch des Schwedischen Clubs von Bern ein Glas Öl (= schwed. für Bier) gegönnt habe. Vor Ort habe ich zugegebenermassen gar nicht viel vom Rauch gemerkt, aber die geräucherten Kleider zeigen, dass die Luftbelastung nicht nur in den rauchgeschwängerten Bars hoch sein kann. Ich freue mich deshalb umso mehr, dass im Kanton Bern ab dem 1. Juli 2009 endlich das Rauchverbot in den öffentlichen Räumen eingeführt wird. Endlich habe ich auch als Nichtraucher und Familienvater mit Kleinenkinder eine grosse Auswahl, wenn ich im Restaurant essen gehen will, und endlich wird es auch in den COOP-Restaurants nicht mehr stinken.

Nachtrag vom 2. März 2011:Etwa 1% der Todesfälle weltweit ist Folge von Passivrauchen.

Quelle: Öberg M, Jaakkola MS, Woodward A, Peruga A, Prüss-Ustün A.
Worldwide burden of disease from exposure to second-hand smoke: a retrospective analysis of data from 192 countries.
Lancet 2011; 377 (9760): 139-146. (http://www.elmar.unibas.ch/ludok/studien.html)

3 Kommentare

  1. vivendi

    Ist ja schön, dass du als Nichtraucher endlich in JEDEM Restaurant einkehren kannst. Hauptsache dir kommt das entgegen. Aber tust du das wirklich? Warst du schon in meiner Stammkneipe? Oder im Restaurant Emmental in Thun? Nein? Also was stört es dich, wenn dort geraucht wird?

    Dein Egoismus und deine Intoleranz gegenüber Andersdenken steht eigentlich im Widerspruch zu deiner Parteiangehörigkeit: in SP ist der Begriff „sozial“ enthalten, in deiner obigen Meinung vermisse ich jeden Bezug dazu.

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  2. Harald Jenk

    Lieber Vivendi

    Ist das jetzt so ein gefährliches Thema, dass Du Dich dazu nur anonym äussern willst?
    Im Restaurant Emmental war ich noch nicht und in Deiner Stammkneipe vermutlich auch nicht. Vor dem Rauchverbot, war es einfach so, dass es fast kein Restaurant im Kanton Bern gab, dass rauchfrei war, weil fast alle Wirte Angst hatten, Kunden zu verlieren. Heute haben die Restaurants die Möglichkeit Fumoirs einzurichten. Das funktioniert sogar innerhalb einer bestehenden Gaststube, wie ich es kürzlich z.B. im Restaurant Schneehas in Innereriz gesehen habe.

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  3. Carolus Magnus

    Du sagst: «Heute haben die Restaurants die Möglichkeit Fumoirs einzurichten.»

    Ja Herrgott, hatten die das früher etwa nicht? Typische Politiker-Rhetorik! Das Hausrecht wird verwässert und die Eigentumsrechte werden aufgeweicht. Der Staat dringt immer weiter in die Privatsphäre des Menschen ein. ER ist nicht mehr Diener des Volkes, wie es einmal vorgesehen war, sondern das Volk ist zu Sklaven der Politik verkommen. Bei einem Drittel Raucher sollte es eigentlich selbstverständlich sein, den Rauchern ein Drittel der Gaststätten zur Verfügung zu stellen, insbesondere wenn der Wirt oder Besitzer der Liegenschaft selbst auch Raucher ist. Jeder durch Staatspropaganda herangezüchtete ängstliche Nicht- oder Exraucher sollte dies einzig an einem Piktogramm von außen erkennen können. Wenn man denn schon solche Schildbürgerstreiche nötig hat und die Gesellschaft spalten will, dann wenigstens demographisch fair! Doch dahinter stecken wohl eher Absichten zur Schwächung der Nationen, nach Cäsars Motto: Teile und herrsche. Bleibt nur noch die Frage, wer die Weltherrschaft antreten soll. Etwa wir Schweizer?

    Wie wurde das Rauchverbot installiert? Man erklärte die Raucher als Aussätzige und die Nichtraucher als einer Gefahr ausgesetzt. Ein Gefahr, die zwar nicht existiert, die sich aber hervorragend eignet, die Leute in Angst und Schrecken zu versetzen. Das Modell ist nicht neu! Ein echter Rohrkrepierer war jedoch die Schweinegrippe. Sämtliche Regierungen blieben auf 90 % ihrer eingekauften Impfungen sitzen. Um all das und die Hintergründe dazu zu erkennen, muss man sich die Mühe nehmen und die Studien halt mal selbst neutral und unvoreingenommen zu analisieren und selbst die richtigen Schlüsse daraus ziehen statt sie von Pharmafirmen bezahlen Mietmäulern zu überlassen. Die WHO wird schon lange wegen ihrer Nähe zu Big Pharma kritisiert, geändert hat sich nichts. Es wird nur etwas besser versteckt. Doch den Politikern ist dieser Aufwand wohl zu anstrengend. Man muß sich um die Wiederwahl kümmern und der Partei den Allerwertesten lecken, statt den Drang nach Wahrheit zu verspüren, Neugier zu entwickeln und sich in die Materie einarbeiten. Wir von Sackstark haben es getan und sind geschockt ob der Dummheit der dafür verantwortlichen Volksvertreter.

    Ein Mpüsterchen das an Frechheit kaum noch getoppt werden kann: Man malt auf jede Tabakpackung eine völlig bildungsferne (wird HarmoS zur bundesweiten Indoktrinationszentrale?), volksverblödende schwarze Raucherlunge und eine weiße Nichtraucherlunge. Beides existiert in der Realität nicht! Kein Gerichtsmediziner kann sagen, ob jemand nun Raucher war oder an einer Hauptstrasse wohnte. Raucher- und Nichtraucherlungen sehen allesamt genau gleich aus. HELLROSA!

    Dasselbe wird nun auch mit dem Passivtrinkerschutz zum Zwecke der Verbannung des Alkohols aus den Kneipen gemacht. Es gab schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts puritanische Bewegungen, die Alkohol und Tabak verbieten lassen wollten. Besonders negativ hervorgetreten sind die Nazis, die eine krankhafte Angst um eine Verunreinigung des arischen Rassenkörpers hatten. «Eine Frau raucht nicht, sie gebärt Kinder!» war noch einer der harmloseren Parolen Nazideutschlands.

    Sollen Restaurants aus der Gesellschaft verschwinden und nur noch die klinisch anmutenden Futtertröge von Junk-Food bestehen bleiben? Auch beim Alkohol läuft nun, seit 2004, etweas vorsichtiger zwar, aber offensichtlich nach demselben erfolgreichen Konzept wie beim Rauchverbot (es nennt sich einfach Passivtrinkerschutz – kein Witz!) die Propaganda auf Hochtouren und gleichzeitig auch der Kampf gegen Menschen, die nicht der BMI-Norm von 18-22 entsprechen. Seit einigen Jahren kann man es an den konzertierten europaweit markschreierischen und übertriebenen Medienmitteilungen über saufende Jugendliche gut erkennen. Und wie beim Rauchverbot werden die Jugendlichen dazu mißbraucht, Erwachsenen Bürger ihre Selbständigkeit abzusprechen, umzuerziehen und dem Kindermädchenstaat auf diktatorische Art und Weise unterzuordnen. Man muß nur den second report on alcohol policy der WHO lesen und analysieren – oder die Suchmaschine von Sachstark! benutzen, um darüber aufgeklärt zu werden. Man kann erkennen, daß jeder Mensch vielen Minderheiten angehört, denen er zugehörig ist, die aber nach dem „Teile und Herrsche“-Prinzip nach und nach der Diktatur der Mehrheit (Alexis de Tocqueville) zum Opfer fallen werden. Wie naiv und leichtgläubig muß man eigentlich noch werden, um als Politiker eine Laufbahn einschlagen zu können? Offensichtlich dürfen sie nicht die Hellsten sein, sollte ihnen Erfolg beschieden sein.

    Was mich an all dem stört ist die Unehrlichkeit. Niemand wird gerne verarscht, belogen oder manipuliert, und viele im Volk wissen, darunter auch einige mutige Ärzte, meist aber solche, die erst pensioniert werden wollen, bevor sie sich mit der Wahrheit exponieren. Denn ein Ausschluß aus der Ärztegilde droht, wenn einer öffentlich sagt, daß Passivtabakrauch absolut unschädlich ist.

    Daß diese Verarsche global überhaupt möglich ist, ist das Erschreckendste an der ganzen Sache. Während in Nordafrika die Menschen mit dem Leben für eine Demokratie kämpfen, driften wir im Westen immer mehr in Richtung Diktatur. Die Schweiz muß höllisch aufpassen, wenn es ihr nicht auch so ergehen soll. Persönlich bin ich diesbezüglich eher Pessimist, wenn ich das Schweizer Politgeschehen verfolge. Der Geist von 1948 kann man kaum noch ausmachen.

    Wenn das Volk will, daß sich der Geruch in Kneipen ändert, à la bonheur! Dann ist es ein Geruchskrieg, und das Nocebo des Gesundheitskrieges wäre gebannt. Aber mir und der Bevölkerung weiszumachen, daß ein einziges Molekül von Passivrauch in einer Tapete tödlich sein kann (super Kannformel!), daß Passivrauch aus Tabak einen frühzeitig an Krebs verenden lassen soll, das ist nicht nur respektlos gegenüber der Bevölkerung, sondern auch sehr dumm und gefährlich.

    Das Volk dermaßen zu belügen, einzig um ein parareligiöses Dogma (wissenschaftlich unhaltbar) zu installieren, indem man Passivtabakrauch als gesundheitsgefährlich erklärt, das schlägt dem Faß den Boden raus und läßt tief in die Verlogenheit unserer Regierung blicken. Den Vogel schoss unsere Regierung mit der Unterzeichnung des WHO-Tabakkontrollvertrages ab, indem man unterzeichnen musste, quasi aus Angst, der „wissenschaftliche“ Hoax käme ans Licht, «dass die Parteien UNWIDERRUFLICH anerkennen, dass wissenschaftliche Untersuchungen EINDEUTIG bewiesen haben, dass Passivrauch Tod, Krankheit und Invalidität verursacht.
    http://www.sackstark.info/?p=20454
    Heute stinkt es noch schlimmer ohne Tabakgeruch (Tabac ist übrigens eine bald hundert Jahre alte, beliebte Parfümmarke) und die applizierten Parfümbestandteile aus der Chemieküchen der Pharmamafia sind um einiges gefährlicher für eine Lunge, so wie es der Küchendunst in der Küche auch ist. Doch Köche müssen augenscheinlich nicht vor kanzerogenen Stoffen geschützt werden und die Sommergrills, auch um ein Vielfaches gefährlicher, dürfen im Sommer allerorten angeworfen werden. Köche müssen raus um zu rauchen, und rein um sich kanzerogenen Stoffen auszusetzen. Bigotterie und Heuchelei, kann man da nur noch konstatieren.

    Carolus Magnus

    Noch etwas Tabakgeschichte aus Japan:

    Ab 1612 konnte in Japan das Eigentum jedes Tabakverkäufers zugunsten seines Denunzianten eingezogen werden, 1616 kam zur Gefängnisstrafe für Rauchen noch eine Geldstrafe hinzu. [Corti, Egon Caesar Conte, Die Trockene Trunkenheit, Leipzig 1930, S. 154] Allerdings galten die japanischen Anti-Raucher-Verordnungen nur so lange, bis genügend Fürsten selbst rauchten. Schon 1625 wurde der Tabakanbau wieder gestattet, um 1640 war Tabak ein Bestandteil der Gastlichkeit geworden wie der Tee, und heute noch zählen Japaner zu den leidenschaftlichsten Rauchern, deren Anfälligkeit für Lungenkrebs unerklärter Weise sehr viel geringer ist als bei den Rauchern im Westen.

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