Sind neue AKW wirtschaftlich wettbewerbsfähig?

(Last Updated On: März 9, 2012)

Der Bund prüft drei Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKW in der Schweiz. In der öffentlichen Debatte fragt man sich: Wer wird diese AKW finanzieren?  

In der Handelszeitung wurde diesen Sommer die Diskussion über die Finanzierung von neuen AKW in der Schweiz lanciert. Die Basler Plattform Ellipson kam bei einer Beurteilung aus Sicht der Finanzmärkte bereits 2008 zum Schluss, dass Kernkraftwerke finanziell nicht nachhaltig sind und es deshalb in einem zunehmend wettbewerbsorientierten und liberalisierten Markt sehr schwierig werden wird, für solche – auch aus finanzieller Sicht – hoch riskante Unterfangen Investoren zu finden. Diese Ansicht scheint auch der ehemalige Axpo-Manager Hans-Peter Stöckl zu teilen. Ein AKW rechne sich betriebswirtschaftlich schlicht nicht. «Axpo vergisst, dass der Markt liberalisiert wird», sagte Stöckl der Zentralschweiz am Sonntag (Ausgabe vom 18. Juli 2010).

(Quelle: Die Zukunft ist erneuerbar, Ausgabe 03/2010)

Aus diesen Gründen und weil die Bernerinnen und Berner im Netz der BKW schweizweit schon heute die höchsten Stromtarife beszahlen fordert auch die SP Kanton Bern in Sachen AKW Mühleberg mehr Einsicht seitens der BKW-Geschäftsleitung. Der Bau eines neuen AKW bedeutet für den Kanton Bern ein untragbares finanzielles Risiko und würde wegen der raschen Entwicklung der Erneuerbaren Energien in ein Debakel führen. Das viele Geld, das zurzeit in der Planung Mühleberg verschleudert und für die riesigen Investitionen aufgehäuft wird, zwingt die BKW zu hohen Strompreisen für die KonsumentInnen.

Die SP fordert die BKW-Geschäftsleitung auf, endlich eine Firmenpolitik im Interesse der Berner Bevölkerung und der zukünftigen Generationen zu betreiben. Das Engagement der BKW bei den Erneuerbaren Energien muss stark ausgebaut werden. Dies gilt nicht nur im Inland, sondern auch bei grenzüberschreitenden Projekten und Verhandlungen. Die BKW muss sich zu einer nachhaltigen Energiezukunft bekennen und entsprechend investieren.

(Quelle: Medienmitteilung der SP Kanton Bern vom 10.9.2010 „BKW-Strompreis: Energiezukunft statt überhöhte Preise!„)

  

 

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