Stopp der häuslichen Gewalt

(Last Updated On: Dezember 13, 2013)

Letzte Woche haben wir im Grossen Rat fast einstimmig eine Motion von Markus Meyer überwiesen, welche eine deutliche Erhöhung des Polizeibestandes forderte. Die Zustimmung erfolgte unter anderem deshalb so deutlich, weil der Polizeiverband des Kantons Bern zwei Tage vorher an einer so genannten Mittagsveranstaltung über die in den vergangenen Jahren stark gewachsene Arbeitsbelastung des Berner Polizeikorps informierte hatte. Die grösste Zusatzbelastung in letzter Zeit ist zweifellos der immer grössere Aufwand, der nötig ist, um die Sicherheit der Zuschauer im Rahmen von Fussball- und Hockeyspielen sicherzustellen. Hier müssen die Veranstalter in Zukunft stärker in die Pflicht genommen werden. Die Aufgaben der Polizei sind aber auch sonst gewachsen. So wird im Kanton Bern im Schnitt jede Nacht eine Polizeipatrouille zu einer Intervention im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt gerufen. Häusliche Gewalt ist in den meisten Fällen Gewalt gegen Frauen und  Kinder. Lange war sie Tabu, seit 2004 werden die meisten Delikte in Ehe und Partnerschaft aber von Amtes wegen verfolgt. Ich habe letzte Woche der Motion auch deshalb zugestimmt, damit die Polizei diese wichtige Aufgabe auch weiterhin seriös wahrnehmen kann.

Aus Anlass des heutigen „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ hatte die kantonale Fachstelle für Gleichstellung FGS im Rathaus einen Informationsstand. Mit Befriedigung konnte ich feststellen, dass die Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt über gutes Informationsmaterial in zahlreichen Sprachen verfügt, die Personen, welche mit häuslicher Gewalt konfrontiert sind, über Rechte und Möglichkeiten informieren.

Sowohl direkte als auch indirekte Gewalt gegen Frauen thematisiert die zum zweiten Mal in der Schweiz stattfindende Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember 2009 werden wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen diverser Organisationen in der vom cfd organisierten Kampagne Formen von Gewalt aufzeigen und nach Lösungen suchen. Hintergründe der Kampagne, den Veranstaltungskalender 2009 sowie weitere Informationen finden Sie hier bzw. auf www.16tage.ch

Sehr interessante Gedanken zum Thema hat sich heute auch die Augenreiberei gemacht.

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