SVP befürwortet Ausverkauf der Heimat und scheitert grandios

(Last Updated On: Juli 4, 2011)

In Interlaken ist gestern an der Urne ein Vorstoss der SVP gescheitert, welcher das heutige Verkaufsverbot für Wohneigentum an Personen im Ausland lockern wollte. Die Interlakner Stimmberechtigten haben eine Lockerung, die sich auf den Verkauf maximal zehn Zweit- oder Ferienwohnungen im Stockwerkeigentum pro Jahr beschränkt hätte, mit einem Nein-Stimmenanteil von 81,7 Prozent abgelehnt.

Die Befürworter der Vorlage argumentierten, mit der Lockerung des Verkaufsverbots steige die Attraktivität Interlakens. Auch entstehe ein Anreiz für Investoren, neue Mehrfamilienhäuser zu bauen. Die Befürworter formierten sich im «Komitee weltoffenes Interlaken» rund um Interlakens SVP-Präsidenten Marc Alain Sahli und den FDP- Gemeindeparlamentarier Fredi Daumüller.

Die Gegner hielten entgegen, es gelte, Verhältnissen wie im Engadin oder Gstaad entgegenzuwirken. Die Landreserven in Interlaken seien klein und müssten Einheimischen zur Verfügung stehen. Im überparteilichen Contra-Komitee formierten sich SP, Grüne, EVP und EDU.

> Abstimmungsbotschaft

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3 Kommentare

  1. Alexander Müller

    Offensichtlich sind SP, Grüne, EVP und EDU für die Diskriminierung von Ausländern. Anders kann ich mir die Motivation dieser linken Parteien gegen ein „weltoffenes“ Interlaken nicht erklären.

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  2. Harald Jenk

    Es ging darum, dass im Ausland wohnhafte Ausländer weiterhin keine Wohnungen kaufen können, nicht um die in der Schweiz wohnhaften. Profitiert hätten einzig ein paar Liegenschaftsbesitzer, welche ihre Wohnungen teuer an irgendwelche Oligarchen und Investmantbanker hätten verkaufen wollen.

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