Wahlprognose aus Österreich für die Berner Grossratswahlen

(Last Updated On: August 8, 2013)

Bei den Berner Grossratswahlen führt die SVP mit 25.5% vor der SP mit 22.5% (Stand 17.3.2010, 18.00 Uhr). Die aktuellen Resultate aller Parteien finden Sie hier.

Dank einem Artikel von zoon politicon bin ich auf die Webseite von www.wahlfieber.at gestossen. „Wahlfieber“ ist ein politischer Prognosemarkt. Prognosemärkte (auch: Informationsmärkte) machen sich das Phänomen kollektiver Intelligenz zu Nutze. Das aggregierte Wissen vieler Einzelpersonen wird dabei höher bewertet als das Wissen einzelner Experten.
Informationsmärkte orientieren sich in ihrer Funktionsweise an realen Börsen. Die zu prognostizierenden Ereignisse werden in Aktien abgebildet. Diese Prognose-Aktien werden wie auf einem Aktienmarkt gehandelt. Der aktuelle Aktienkurs spiegelt die aggregierte Erwartung aller Teilnehmer über den künftigen Ausgang eines Ereignisses wider – die Prognose.
Spielerisch nähern sich Informationsmärkte ihrem eigentlichen, wissenschaftlich fundierten Zweck, der Prognose. Ihr spielerischer Aspekt ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss sowie die Prognosefähigkeit von Informationsmärkten. Den Spieltrieb weckend, fördern sie engagierte Partizipation der Teilnehmer.
Bei politischen Prognosemärkten werden die kandidierenden Parteien oder Personen als Aktien abgebildet. Die Aktienkurse jeder Partei spiegeln die Erwartungen der Spieler über den Ausgang der Wahl wider. Der Prognosemarkt stellt so mit seinen Aktienkursen laufende Ereignis-Prognosen in Echtzeit zur Verfügung.
Der erste Prognosemarkt wurde 1988 in den USA durchgeführt und sagte das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl zehnmal exakter voraus als alle Umfragen. Seit damals wurden in Dutzenden Ländern zu Wahlen derartige Märkte veranstaltet.

Nun ich habe mich bei Wahlfieber auch angemeldet und versuche nun mit dem Kauf und Verkauf von „Parteiaktien“ mein politisches Kapital zu vergrössern. Ich verfolge da eine recht simple Strategie, indem ich Aktien kaufe, wenn sie meiner Meinung nach unterbewertet sind, d.h. wenn ich am Wahltag für die betreffende Partei ein höheres Resultat erwarte,  und verkaufe wenn sie überbewertet sind. Da die Preise für fast alle Parteien zu hoch sind (das Total liegt bei 108%), hält sich mein Handel aber auch der Handel insgesamt in engen Grenzen. Das liegt möglicherweise auch daran, dass nur sehr wenige Teilnehmer angemeldet sind. Mitmachen ist noch möglich. Die Anmeldung muss aber spätestens bis 7 Tage vor dem Wahltag erfolgen, also bis am Samstag.

2 Kommentare

  1. Florian

    Das klingt zwar alles furchtbar kompliziert, scheint aber zu funktionieren wenn die Prognose zehnmal exakter war als alle Umfragen.

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