“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Statistische Analyse der Bernischen Grossratswahlen 2010 zu den Wahlchancen von Frauen und Männern

Die im Auftrag der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern erstellte statistische Analyse zeigt auf, wie sich die Wahlchancen von Frauen und Männern seit 1974 entwickelt haben, wie Frauen und wie Männer in den einzelnen Wahlkreisen und Parteien abgeschnitten haben und wo der Frauenanteil im Berner Parlament im interkantonalen Vergleich steht. Auf die Frage, weshalb die Frauen bei den letzten Wahlen so viel schlechter gewählt wurden, gibt die Analyse allerdings keine Antwort.

Die Fachstelle für die Gleichstelllung von Frau und Mann gibt auf ihrer Homepage verschiedene Gründe an: “Frauen sind stärker in der Familie und der Freiwilligenarbeit engagiert als Männer. Zusammen mit einer beruflichen Tätigkeit bleibt ihnen oft wenig Zeit für eine politische Karriere. Männer verfügen häufiger über Vernetzungen mit einflussreichen Interessenorganisationen.”

Meine Einschätzung: Die berufliche Tätigkeit  ist  auch für die meisten Männer ein sehr grosses Hindernis, so findet man im Grossen Rat nämlich kaum in der Privatwirtschaft angestellte Männer, sondern vor allem Selbständigerwerbende, Unternehmer und Angestellte von Verbänden und der öffentlichen Hand. Was sicher stimmt ist, dass auch das Engagement in Vereinen und Verbänden die Wahlchancen stärkt. Da ich nicht den Eindruck habe, dass die Frauen weniger ehrenamtlich tätig sind als Männer, liegt das Problem möglicherweise darin, dass diese Organisationen zu wenig politisch sind und keine Wahlempfehlungen ausgeben. Generell musste bei den letzten Grossratswahlen festgestellt werden, dass es schwierig ist, genügend Kandidatinnen für die Wahlen zu finden. 17 Jahre nach der Nichtwahl von Christiane Brunner hat aber auch der Frauenbonus (Brunner-Effekt) zumindest auf den SP-Listen offensichtlich an Zugkraft verloren.

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