“Es geht einer Gesellschaft so gut, wie sie für die Menschen sorgt, denen es schlecht geht” (Emilie Lieberherr)
“Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das leben will!” (Albert Schweizer)
“Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang” (Mahatma Ghandi)
“Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit” (Willy Brandt)
“Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.” (Martin Luther King)
“Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
„Zuweilen ziehen Wetterwolken am Himmel des Kapitalismus auf. Je höher die kapitalistische Sonne steigt, je blendender ihre Strahlen leuchten, umso schnellernaht der Gewittersturm. Die Wolken werden grösser und ballen sich zusammen, bis sie sich in ei-nem krachenden, verheerenden Hagelwetter entleeren.“ (Robert Grimm 1908)
"Si vis pacem, cole iustitiam" (Inschrift Friedenspalast in Den Haag)
"Kleine Schritte sind mehr als grosse Sprüche" (Willy Brandt)

Zweifel an Aussagekraft von Wahlbörsen

Wahlbörsen sind zwar ein ganz amüsanter Zeitvertreib und im Zusammenhang mit den Nationalratswahlen hat die SRF-Wahlbörse auch ein sehr präzise Vorhersage gemacht. Manchmal überkommen mich aber auch erhebliche Zweifel an der dahinter liegenden Theorie, dass die Gesamtheit der Börsenteilnehmer wirklich über mehr Wissen verfügt, als der einzelne Wähler. So trauen zum Beispiel die Teilnehmer der Börse “Sitzverteilung Ständerat” der FDP zum heutigen Zeitpunkt nicht einmal mehr 9 Sitze im Ständerat zu, obwohl sie nach dem ersten Wahlgang vom 23. Oktober schon 8 am Trockenen hat und ihr die Sitze in Zürich und Aargau kaum zu nehmen sind. Weitere Sitze in andern Kantonen sind ebenfalls nicht  ausgeschlossen. Auch der CVP, welche noch viele Kandidaten in guten Positionen im Rennen hat, werden kaum 11 Sitze zugetraut, obwohl sie vor zwei Wochen  schon 10 Sitze gewonnen hat. Dafür sind die Aktien der kleinen Parteien völlig überbewertet: wo ausser in Bern gibt es noch einen BDP-Kandidaten, wie sollen GLP und Grüne  mehr als 2 Sitze gewinnen? Auch die SVP ist völlig überbewertet, aber wenigstens hat sie noch genügend Kandidaten im Rennen um zumindest theoretisch 8 Sitze zu holen, de facto wird es wohl bei 6 Sitzen bleiben. Einzig die SP scheint mir einigermassen  richtig eingeschätzt. 8 Sitze hat dies bereits gewonnen, der 9. Sitz im Kanton Waadt ist sehr wahrscheinlich und die Chancen im Tessin oder im Kanton Bern noch einen 10 Sitz zu gewinnen sind vorhanden. Mein Fazit: dort wo sich die Wahlbörsen nicht an Wählerbefragungen orientieren können, besteht die grosse Gefahr, dass sie völlig falsch liegen, da die Teilnehmer vermutlich keine oder zu wenig Zeit haben, selber zu recherchieren, und sich damit begnügen aus dem kurzfristigen Kauf und Verkauf von Aktien “Geld” zu verdienen und gar nicht versuchen, den richtigen Wert der Wahlaktien zu bestimmen.

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